Tamarinde — Tamarischke. 203
Sennesblättern, Anis und Zucker versetzt) und von demLakritzensafte ein Elixir (dänisches Brust-Elixir) ausLakritzensaft, anishaltigem Salmiakgeist und Fenchel-wasser bereitet.
Tamarinde (?g»mrmäug.)
Die indische Tamarinde, weiche in Ostindienund Arabien heimisch, in Westindien kultiviert wird,bringt Flüchte hervor, die aus einer Hülse bestehen, welchemit einem rötlich-braunen Marke angefüllt ist; dieseHülsenfrucht der ostindischen Pflanze ist bedeutend größerals die der westindischen und auch samenreicher. DieEingeborenen genießen die Hülse mit ihrem Marke alsObst; zu uns kowmt aber nur das enthülste ?u1xatawgrilläoruiii (Tamarindenmark) als eine breiartige,schleimige, schwarzbraune Masse, welche mit Samenkörnernund Fasern vermengt ist, weinartig riecht und wein-säuerlich schmrckt und aus Weinstein, Weinsäure, Apfel-säure, Citronensäure,Zucker. Pflanzengallerte und Gummibesteht. Nicht selten wird Kupfer darin entdeckt, das ausden kupfernen Kesseln stammt, worin die Eingeborenenjenes Mark eindicken; man erkennt diese giftige Bei-mischung daran, daß eine hineingesteckte blankpolierteMesserklinge sich mit einem rötlichen Kupferbeschlageüberzieht. Die Masse wird von den Apothekern nocheinmal mit Wasser abgekocht, durch Abdampfen wiedereingedickt und mit Zucker versetzt.
Anwendung: Schon zu den Zeiten der altenAraber gebrauchte man das Tamarindenmark als durst-stillendes, erfrischendes, in größerer Quantität aber alsabführendes Mittel. Tamarinden-Konfekr wird als gelindewirkendes Abführmittel Personen mit geschwächterMagen- und Darmtäligkeit vielfach empfohlen.
Tamarischke (r-rumrix.)
Die Tamarischke ist ein Baum, der gern an Sümpfen