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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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200 Stechapfel.

an der Luft gelegen und schmecken bitter. FleckigeSpargel sind immer schlecht; den frischen Schnitt erkenntman an der nicht welken Schnittfläche, dem glatten,durchschimmernden, weder gelben noch runzeligen Stengelund dem nicht grünlichen Kopfe.

Anwendung: Der Genuß des Spargels ver-mehrt die Urinabsonderung und gibt derselben eineneigentümlichen Geruch. Uebermäßiger Spargelgenußverursacht sogar Blutharnsn, Msmtrual- und Hämorr-hoidalblutung. Man schreibt diese Wirkung einem be-sonderen Stoffe zu, der in den Sprossen, der Wurzelund dem Samen des Spargels enthalten ist, undwelchen man Asparagin genannt hat; er ist in Wasserlöslich, nicht aber in Weingeist. Neben seinem ange-nehmen Geschmacke hat der Spargel als stickstoffhaltigesNahrungsmittel auch einen Nahrungswert bei leichterVerdaulichkeit. Kranke und Personen mit schwächlichemMagen dürfen ihn getrost genießen, nur dürfen dieholzig oder beim Kochen nicht völlig weich gewordenenStengel nicht mit verschluckt, sondern nur ausgesogenwerden.

Stechapfel (Vitara strÄiiioainm I,.)

Der Stechapfel hat eine spindelige, einjährigeWurzel und einen aufrechten, ^22 Fuß hohen, gabel-ästigen, kahlen Stengel Die gestielten, eiförmigenBlätter sind buchtig gezähnt. Die sehr großen 710 er»langen Blüten stehen einzeln in den Gabelspalten. Derröhrige Kelch ist fünfkantig, die Blumenkrone trichter-förmig. Die Frucht ist eine stachelige, vielsamige Kapselvon der Größe eines Apfels. Im nördlichen Ostindienheimisch, kam sie darch die Zigeuner nach Europa undist jetzt überall an Wegen und Schutthaufen, ebenso inganz Asien, Nordamerika und Nordafrika zu finden.

Anwendung: Der Stechapfel und seine Präparatewerden in denselben Krankheiten wie die Tollkirsche an-