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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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132 Lattich.

ab, treibt den Monatsfluß bei Frauen und reinigt denMagen und die Brust von Schleim. Man nimmt ihnentweder im Aufguß oder in Pillen. Zum Aufgußnimmt man 7,510 Z, zu Pillen 0,06 F.

Lattich (I^ctuog,.)

1. Der Gartenlattich, auch Garten salatgenannt, kommt in verschiedenen Spielarten, wie Kop f-salat, Hand- oder Kraussalat, langblätte-riger Salat, Forellensalat zc, vor, er war alsSalatpflanze schon den alten Griechen und Römernbekannt, welche sich mit großer Sorge dem Salatbauwidmeten.

Der Lattich hat im ausgewachsenen Zustande einenaufrechten, 12 Fuß hohen, kahlen Stengel mit dolden-traubigen Aesten. Die kahlen Blätter sind gezähnt, dieunteren sitzend, ungeteilt oder schrotsägig-fiederspaltig,die oberen umfassen den Stengel herzförmig. Diekleinen Blütenköpfchen haben blaßgelbe Zungenblüten,die Früchtchen eine haarige Krone. Der Gartenlattichkommt nur als Kulturpflanze vor.

Anwendung: Die jungen fleischigen Blätterstehen meist kopfförmig beisammen und werden alsGemüse, häufiger aber als Salat verspeist, dem manjedoch nicht zu viel Essig zusetzen darf, wenn er nichtunverdaulich werden soll.

2. Der wilde Lattich wächst in ganz Deutschlandund mehreren südlichen Ländern aus Sch atthaufen, an Zäu-nen, in Weinbergen und an Rainen. Die gelben Blütengleichen denen des Gartenlattichs und erscheinen im Juliund August.

Anwendung: Das frische Kraut wurde früherzur Bereitung eines Extraktes verwendet, welcher jedochjetzt nicht mehr gebräuchlich ist.

3. Der giftige Lattich wächst an Wegen, wüstenPlätzen, in Hecken ?c. mehr im süvlichen als mittlerenEuropa.