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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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124 Körbelkraut.

Wirkung auf die Schleimhäute aus und treibt die Nieren zuvermehrter Harnausscheidung an. Für alle Personen,welche an erhöhter Erregbarkeit an Blutwallungen undKongestionen leiden, namentlich aber für Schwindsüchtige,Gallenkranke und zum Blutharn Geneigte ist derKnoblauch nachteilig. Als Heilmittel wird der Knoblauchin Anwendung gebracht bei abnormer Schleimabson-derung in den Lungen, Trägheit und Stockung in denVerdauungsorganen wie im Unterleibe überhaupt, beihysterischen Krämpfen, bei letzteren sowohl innerlich,wie als Riechmittel. Wegen seiner harntreibendenWirkung wendet man ihn auch gegen Wassersucht an,als Wurmmittel (die srische Zwiebel oder den frischausgepreßten Saft in Milch genosfsn) ist er nicht zuempfehlen; er tötet die Würmer nicht, ist ihnen nurwiderwärtig, macht sie fehr unruhig und ist deshalbbei empfindlichen und krampfhaften Konstitutionen be-denklich. Der srische Saft kann auch statt des Senf-pflasters als hautrötendes Ableitungsmittel benutztwerden; die Anwendung des Saftes bet rheumatischerTaubheit, mittelst Baumwolle wiederholt in den äußerenGehörgang gebracht, bis dieser schmerzhast wird unddie Haut abschuppt, erheischt Vorsicht; auch bildet derKnoblauchsaft einen Bestandteil mancher Haarwuchsmittel,paßt aber nur gleich der Kantharidentinktur in Fällen,wo die Haardrüsen erschlafft und dem Absterben nahe sind.

Körbclkrant (^iMriscus eorstolium 1^,)Kerbelkraut, Klettenkerbel, Garteukerbel.

Das Körbelkraut ist eine bekannte, gewürzhastriechende Küchenpflanze, die Blätter sind feinzottig undhaben kurze Haare, die Hüllchen sind lanzettförmig und zu-gespitzt. Die Blütezeit ist im Juni. Der Kerbel wächstwild in der Schweiz, in den Vogesen, in Mähren,Krain, Kärnthen und Hessen, wird aber in ganz Deutsch-land in Gärten kultiviert.