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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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Koriander. 125

Anwendung: Das Kraut dient als Würze vonSuppen und Salat. Der ausgepreßte Saft wird zuKräntersäfleu verwendet, auch benutzt man ihn bei Haut-krankheiten, Tuberkeln in der Lunge und bei beginnenderSchwindsucht.

Koriander (Lorianärum saticum I..)

Wanzenkraut, Schwindelkörner.

Der gemeine Koriander wird über V2 m hochund hat eine gebogene, sehr dünne Wurzel. Seinstielrunder Stengel trägt unten langgestielte dreilappigeund fiederteilige Blätter, deren Lappen und Abschnitteeirundlich, eingeschitten, gesägt oder 23 spaltig sind,während die übrigen Blätter sitzend, doppelt und drei-fach fiederteilig und mit lanzettförmigen, liuealen odersehr schmal linealen, glattrandigen, oft 13teiligenspitzen Abschnitten versehen sind. Eine gemeinschaftlicheHülle fehlt meistens, selten ist sie durch ein linealesoder dreizipfeliges Blättchen angedeutet, dabei sindmeistens nur die randständigen, großen Blüten frucht-bar. Den Koriander findet man im Orient, er wirdbei uns nur des Samens wegen kultiviert.

Anwendung: Die gelblich gestreiften Samen-körner, morgens nüchtern genommen, stärken den Magen;das durch Destillation aus ihnen gewonnene Oel istals windtreibendes und magenstärkendes Mittel bekannt.In der Officin nennt man den Koriandersamen Schwindel-körner, welche wie Anis und Kümmel gebraucht werden.Das Kraul wird äußerlich gegen Entzündungen, Kar-bunkeln, Geschwüre u. s. w. angewendet. Der Samen,in Essig oder sauren Wein gelegt, wirkt auf den Magensehr vorteilhaft, in süßem Wein treibt er Würmer abund befördert die Menstruation. Wenn man den ge-dörrten oder in Zucker eingemachten Samen kaut, soerhält man einen wohlriechenden Atem. Gegen Ge-schwüre in der Leistengegend vermischt man den ge-