118 Kardobenedikten.
Unier beständigem Umrühren läßt man die Seife sichganz auflösen, worauf man 125 g Olivenöl dazu gießtund das Ganze zusammen ^ Stunde kochen läßt.Unterdessen pulverisiere man K0 ^ Kampfer mit einigenTropfen Weingeist, mische dies nach noch nicht völligemErkalten dazu uud rühre die Mischung noch einige Zeitnm. Diese Seife ist sehr gut gegen Lähmungen, Heiser-keit, Verstauchungen, Nervenkrämpfe und Fußschweiß.Nach dem Waschen muß die Seife mit einem Tucheabgetrocknet weiden.
Kardolicncdikteu m-danum 1^,)Benediktenkraut, gesegnete Distel, Bene-diktenwurzel, Nelken Wurzel, Heil allerWelt,Märzwurzel,Jgelkraut,Haseuauge,Garasfel, Karniffelwurz.
Das Benediktenkraut erreicht eine Höhe von 30—60ew und hat einen ästigen Stengel mit tiesgespaltenenBlättern, es wächst in Hecken, Gebüschen und WäldernEuropas und blüht von Juni bis August. Die bitter-lich-herbe, beim Reiben im frischen Zustande deutlich,im trockenen nur schwach nelkenartig riechende Wurzelenthält zweierlei Gerbstoffe, Harz, etwas ätherisches Oel.Gummi, sowie mehrere Salze.
Anwendung: Die Wurzel wird bei atonischerVerdauungsschwäche, bei fehlerhasten Erregungszuständenin den Unterleibsorganen, gegen Atrophie, Skrofeln,chronischen Rheumatismus, Rhachitis, Gicht, Unord-nungen in der Menstruation, Blutflüsse, bei gastrischenFiebern, gegen leichte Wechselfieber, zur Nachkur derWechselfieber und in der Rekonvaleszenz nach schwerenKrankheiten angewendet. Miau gibt das Pulver zu2—4 Z zwei bis viermal täglich. Zum Aufguß oderzur Abkochung nimmt man 30 A auf 240 z; Durch-seihung eßlöffelweise. Die Tinktur bereitet man, indemman die frisch in kleine Stücke zerschnittene Wurzel in