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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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114 Judenkirsche Kalmus.

strauchartig und 1 bis l^/s Fuß hoch. Die gegenüber-stehenden Blätter sind stiellos, lanzettförmig-stumpf,oben glatt und unten scharf punktiert. Die Blütensind tiefblau, seltener rot oder weiß. Das Kraut hateinen gewürzhasten, kampferähnlichen Geruch und schmecktscharf und bitter.

Anwendung: Der Jsop enthält viel ätherischesOel, fettes Oel, Gerbstoff und ein bitteres Subalkaloid -er wirkt zusammenziehend und belebend.

Judenkirsche I,.)

Die Rinde ist rotbraun, die kurzgestielten Blättersind ausgerandet und sägezähnig, die Blüten grünlich-gelb, die eirunden Steinfrüchte scharlachrot und vonangenehmem Geschmack; sie werden als Obst gegessen.

Anwendung: In der Heilkunde sind sie unterdem Namen Jujuben oder rote Brustbeere als erweichend,einhüllend und lindernd, besonders bei Brustkrankheitenund Harnbrennen gebräuchlich.

Kalmus (^oorus eMmus.)

Der Kalmus, welcher in ganz Deutschland inSümpfen, Flüssen und Seen wächst, blüht im Juniund Juli. Die Samen reifen im September undOktober. Alle Teile des Kalmus sind gewürzhaft; alsHeilmittel wird jedoch nur die Wurzel angewendet.Die Heimat des Kalmus ist der Orient, von wo erüber Konstantinopel zu uns kam. Der Kalmus wirdwegen seiner raschen Fortwucherung zur Befestigungund Deckung der Flußufer benutzt. Der kriechende, ge-ringelte Wurzelstock ist daumdick, 45 Fuß lang; diegrasgrünen Blätter sind band-schwertsörmig, die Blütenbräunlich-gelb.

Anwendung: Ossizinell ist der geschälte Wurzel-stock; er riecht eigentümlich scharf, durchdringend, aro-matisch, schmeckt gewürzhaft, etwas scharf und ist ein