Johanniskraut — Jsop. 11«
nannt, ist ein stärkerer Strauch wie der vorhergehende,auch sind die Blätter größer. Die Beeren sind schwarz.
Anwendung: Kraut, Schößlinge und Beerenwendet man gegen Wassersucht, Verstopfung und Ver-härtung an. Aus den Beeren bereitet man einen sehrguten Likör.
3. Die dornige Johannisbeere, auch Stachel-beere oder Krausbeere genannt, ist ein buschiger,2—3 Fuß hoher Strauch, dessen Aeste mit Stachelnbesetzt sind. Die Frucht ist oval oder rund und mitBorsten bedeckt, sie wächst in Wäldern, an Heckenund Zäunen wild, wird aber in Gärten in vielenSpielarten gezogen. Die Blütezeit fällt in den Aprilund Mai.
Anwendung: Die Beeren werden als Obst ge-gessen und eingemacht, auch wird ein guter Likör darausfabriziert.
Johalllliskraut (g^pörieuw pörlm'awm I>.)
Das Johanniskraut hat runde, holzige, 1 Fuß hohe,braunrote Stengel mit sehr vielen Nebenzweigen. DieBlätter sehen aus wie die des Gauchheil; es wächst imJuni und hat gelbe Blumen.
Anwendung: Bei Bauchgrimmen und der rotenRuhr reibe man den Bauch mit dem Kraute ein.
Jsop ot'üoiiiglis )
Weinespe, Dsop.
Der Jsop wächst in verschiedenen Gegenden dessüdlichen Deutschlands, z. B. bei Göttmgen, Jena undHalle, in Oesterreich, Italien, Frankreich und der Schweizauf niedrigen Alpen, in bergigen Gegenden, auf Ruinenund alten Mauern und wird auch häufig in Gärtengezogen. Er blüht von Juni bis September. DieWurzel ist ausdauernd, holzig, faserig und schwarz.Der Stengel ist aufrecht, etwas ästig, viereckig, fast
Anton, Kriwterarzt, 5. Aust. 8