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1 (1907)
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Frangula.

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Bestandtheile. Ein Alkaloid Manacin C 2 . 2 H 33 N 2 O 10 , ein zweites ManaeeinC 16 H 33 N 2 0 10 . Das Manacin wirkt stark giftig und tödtet durch Stillstand der Respiration,soll die Sekretion der Drüsen anregen, das zweite wirkt viel schwächer.

Anwendung. Seit 1884 als Antisyphiliticum, Antiarthriticum, Purgativum undDiureticum empfohlen.

Es ist vorkommenden Falles sehr zu beachten, dass unter dem Namen Mercuriovegetal auch andere Drogen: Bichetea officinalis (Urticaceae), ferner als Azouguevegetal (= Mercurio vegetal): Urostigma cystopodum Miq. vorkommen. Diesebeiden Drogen heissen auch Murure. — Unter den Namen Manaea werden in Brasiliennoch verwendet: Duranta bicolor und Aderosma superflua. (Die Namen dieserPflanzen finden sich nicht im Index Kewensis.)

Frangula.

Rhamnus Frangula L. (syn. Frangula Alnus Mill.) Familie der Itliamnaeeao— Rhamneae. Heimisch in Laubwäldern und an Waldrändern Europas, Centraiasiens,Nordafrikas. Bis 6 m Höhe erreichender Strauch mit unscheinbaren, zwittrigen, grünlichen,4—5 zähligen Blüthen. Die Frucht ist eine anfangs rothe, später schwarze Steinfrucht.Die Blätter sind elliptisch, ganzrandig oder schwach wellig-ausgerandet, an wechselstän-digen, dornenlosen Zweigen.

Verwendung findet die Binde: Cortex Frangulae (Austr. Germ.). Cortex RliamniFrangulae (Helv.). Frangula (U-St.). Cortex Aini nigrae. Cortex Avorni. — Faul-baumrinde. ') Gelbholz-, Pulverholz-, Zapfen-holzrinde. — Ecorce de bourdaine ou d'aunenoir. — Buckthorn. Black older bark. Dogwood.

Beschreibung . Die Kinde bildet bis25 cm lange, bis 2 cm im Durchmesser messende,eingerollte Stücke, die von einem grünbräunlichenoder grünschwärzlichen dünnen Kork bedecktsind, der jedoch oft durch hellere Parthieenunterbrochen ist und daher fleckig erscheint.

Jüngere Rinden sind mehr braun, ältere mehrschwärzlich. Die Aussenseite zeigt zahlreicheKorkwärzchen (Lenticellen), die bei jüngerenBinden weisslich, bei älteren etwas dunkler undquergestreckt sind. Die einzelnen Stücke derRinde erreichen eine Dicke von 1,5 mm. BeimAbschälen des Korks mit dem Messer kommteine schöne rothe Farbe zum Vorschein. DieInnenseite der Rinde ist bei jungen Stückengelb bis gelbbraun, bei alten braunroth. DerBruch ist kurzfaserig.

Der Querschnitt (Fig. 253) lässt zu äusserst eine dünne Korkschicht aus flachen Zellenmit rothem Inhalt erkennen. Daran schliesst sich ein schmales Collenchym, dem das Paren-chym der primären Rinde folgt, in welchem man die zusammengedrückten Bündel primärerFasern erkennt. Die Markstrahlen der sekundären Rinde sind 1 — 3 Zellreihen breit, bis25 Zellen hoch, die Zellen radial gestreckt und mit gelbem Inhalt versehen. In den Bast-strahlen rundliche oder tangential gedehnte Gruppen stark verdickter Fasern, die von

Fig. 253. Querschnitt durch Cortex Frangulae.o Kork, b Collencliym. d Primäre Fasern, e Bün-del sekundärer Fasern, f Markstrahlen.

x ) Den Namen „Faulbaum" führt auch die Traubenkirsche: Prunus PadusL.