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Dispensatorium pro Pharmacopoeis Viennensibus in Austria : ex Mandato Sac. Caes. Mtatis a Collegio Medicorum Viennensium collectum et revisum
Entstehung
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XXXII
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XXXII

Einleitung.

— was noch heute bei Gelehrten vorkommen soll — zurück-zustellen total vergessen hatte.

Seither schlummerte dieser Kodex unbekannt in derBücherei des Wiener medizinischen Doktoren-Kollegiums, bises mir, aufmerksam geworden durch das Studium der Aktender alten Fakultät, nach langem Suchen glückte, ihn ans Lichtzu ziehen. Nun liegt er, angestaunt von Alt und Jung, nebenanderen wertvollen Stücken wohlverwahrt im feuersicherenKassentresor des Kollegiums und soll nach 337j ährigem Schlaf,dank der Opferwilligkeit des ehrenwerten Wiener Apotheker-Haupt-Gremiums, wie dereinst Kaiser Friedrich der Rotbart,befreit in verjüngter Gestalt den Untersberg verlassen. Habentsua fata libelli.

Glückauf zur Fahrt!

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III.

Beschreibung des Dispensatoriums.

Unsere Handschrift im Ausmaße von 31'5X21'5 cm istin eine rötlich-gelbliche, weiche, an der Innenseite nur mitSchreibpapier beklebte Schweinshaut gebunden und an der Lang-seite mit je zwei noch stückweise vorhandenen Lederbändchenversehen. Sie enthält 294 Seiten, darunter 21 leere, 6 für Titelund Vorwort, 27 für den Index, der in vorliegender Ausgabeaus praktischen Gründen am Ende beigefügt ist. Darauf folgtauf von 1 bis 240 numerierten Seiten das Dispensatorium.

Das sehr feste, stellenweise leicht stockfleckige Papierzeigt parallel verlaufende, vertikale Wasserlinien. Einige Blätterbesitzen kein Wasserzeichen, andere den Doppeladler, die Mehr-zahl aber ein in einem Kreise eingeschriebenes großes latei-nisches K.

Die, wie oben erwähnt, 1570 angefertigte Abschrift inzwei Exemplaren stammt von dem Mediziner Johannes Rucardus(Ruckhard) aus Torgau, welcher dafür sein Diplom als Bak-kalaureus gratis erhielt. An Spesen für dieses Diplom (Perga-ment, Seidenbänder, Siegelkapsel, Wachs und Schreibgebühr)

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