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Monärdeae (hiezu Salvia, Rosmarinus, Monarda, Zizyphora, Horminura), Satureineae (hiezu Amaracus,Origanum, Majorana, Thymus, Satureja, Hyssopus u. a.), MeIiss ineae (Hedeoma, Micromeria, Melissa u. a.),Scutellarineae (Prunella, Scutellaria u.a.), Prostanth6reae (Prostanthera, Westringia u. a. meist aufAustralien beschränkte Gattungen), Nepeteae (Nepeta incl. Glechoma, Dracocephalum u. a.), S t a c hy d e a e(Melittis, Physostegia, Lamium, Leonurus, Galeopsis, Stadiys, Sideritis, Marrubium, Ballota, Phlomis u. a.),Prasieae (Prasium, Stenogyne u. a. mit Annahme des mediterranen Prasium majus auf Südasien und dieSandwichinseln beschränkte Gattungen) und Ajugoi'deae (Teucrium, Ajuga u. a.). Visiani trennteScutellaria als eigene Tribus, Caruel, der auch Lavandula von den Ocimoideen trennte, als eigene Familieab. Wesentliche Aenderungen des Systems nahm John Briquet vor (in Engler und Prantl, NatürlichePflanzenfamilien IV Bd. Illa, 1895 und in Fragmenta Monographiae Labiatarum). Die in ihrer Griffelbildungan die Verbenaceen anschliessenden Ajugoi'deae, zu denen er auch Rosmarinus rechnet, und Prostantheroideaestellt er an den Anfang des Systems. Als weitere Tribus nimmt er die Prasioideae, Scutellarioideae, Lavan«duloideae, Stachydoideae (mit 12 Subtribus), Ocimoideae und Catopherioideae an. Seine Stachydoideaeumfassen den grössten Teil von Benthams Menthoideae, Monardeae, Satureineae, Melissineae, Scutellarineae(ausser Scutellaria), Nepeteae und Stachydeae. Mit Recht weist Br ique t auf das Unnatürliche in der Trennungvon Satureineae und Melissineae einerseits und in der Vereinigung ganz heterogener Gattungen in denMonardeae hin. Andrerseits sieht er auch seine Einteilung als durchaus provisorisch an. Bei einer phylo»genetischen Einteilung müssen z. B. (abgesehen von den zu den höher stehenden Verbenaceen überleitendenund daher an den Schluss zu stellenden Ajugoideae und Prostantheroideae) die von Briquet als Subtribusan den Schluss der Stachydoideae gestellten und weiter in Melissinae, Hyssopinae, Thyminae, Menthinae undPerillinae eingeteilten Satur6jeae an den Anfang gestellt werden, die so hoch spezialisierten Scutellarioideaedagegen an den Schluss. An die sich durch die Perillinae und Pogostemoneae an die Ocimoideae und dievon diesen nur durch Merkmale des Samens verschiedenen, auf eine mittelamerikanisdie Gattung begründetenCatopherioideae anschliessenden Saturejeae lassen sich zwanglos die anderen Subtribus der Stachydoideaeanreihen, ebenso die Prasioideae. An Mentha schliessen sich Lycopus, Marrubium und Leonurus an, derenmorphologische Aehnlichkeit wohl keine blosse Konvergenz ist, an Thymus Origanum, Amaracus undMajorana, an Satureja einmal Ballota, Sideritis, Stachys und die übrigen Stachydeae und Lamiinae mit Gale«opsis als einer der am höchsten spezialisierten Gattungen, vielleicht auch die Prasioideae, ferner über Hyssopusund Nepeta Dracocephalum und die übrigen Nepeteae, vielleicht auch Prunella und Scutellaria, über HorminumSalvia und Monarda usw. Jedenfalls wird sich eine zukünftige Labiatensystematik nicht einseitig nur auf dieGeschlechtsorgane aufbauen, sondern auch die vegetativen Merkmale und nicht zuletzt auch den Chemismusberücksichtigen müssen.
1. Kronoberlippe ein« oder zweilappig, nur wenig kürzer als die Unterlippe, zuweilen von deren
Lappen nur wenig verschieden 2.
1*. Kronoberlippe vierlappig oder tief zweilappig und dann viel kürzer als die Unterlippe bisscheinbar ganz fehlend. Blüten in nur 1= bis 6.blütigen Cymen 31.
2. Kelch regelmässig oder, wenn i zweilippig, mit lang pfriemlichen Zähnen oder dann die Krön«Oberlippe flach 3.
2*. Kelch und Krone deutlich zweilippig. Oberlippe des Kelch ganzrandig oder mit kurzen, niepfriemlichen Zähnen, diejenige der meist violetten Krone (mit Ausnahme des strauchigen Rosmarinus) heim«förmig gewölbt 27.
3. Stengelblätter nicht in Laub» und Hochblätter') differenziert, nicht oder (ausgenommen das weiss«filzige, angenehm aromatische Marrubium) unangenehm riechend, nie rosettig gehäuft (wenn die unterenrosettig gehäuft, vgl. 21*). Blüten in den Blattachseln sitzend, in mindestens 6«blütigen, meist ± um die Längeder tragenden Laubblätter von einander entfernten Scheinquirlen. Vorblätter und Kelchzähne oft stechendbegrannt. Krone oft stark behaart. Staubblätter parallel aufsteigend, wenn spreizend (Lycopus), nur zu2. Griffeläste fast gleich 4.
3*. Stengelblätter meist in Laub» und Hochblätter differenziert, wenn dies nicht der Fall ist, die Blütengestielt (Ballota, Satureja) oder aromatisch und in armblütigen Scheinquirlen (Melissa, Glechoma, Dracocephalum)oder die Staubblätter auswärts gebogen (Stadiys). Oberer Griffelast oft kürzer als der untere .... 9.
4. Stengel schlaff, meist ± durchscheinend. Laubblätter meist nur gekerbt oder gesägt. Scheinquirle6« bis 16=blütig, meist nur zu 2 bis 8 übereinander stehend. Mit Ausnahme von Lamium nur einjährigePflanzen 5.
l ) Unter Hochblättern werden hier nur die Cymen (Teilblütenstände) tragenden Bracteen verstanden,nicht aber die meist paarigen Vorblätter der einzelnen Blüten.