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Leonurus, Lycopus) selten durch einen ganzen Kollenchymzylfnder (z. B. Stachys lanatus, Coleus). Die anfängtlidi parenchymatösen Kollenchymzellen können später zu Skiereiden werden und auch i verholzen. Meistliegt nur zwischen den Kollenchymslrängen (selten, z. B. bei Marrubium vulgare, auch auf deren Aussenseite)meist kleinzelliges, seltener grosszelliges bis (Lavandula) palissadenartiges Assimilationsgewebe. EigentlicheRutensträucher und Dornsträucher sind sehr selten (nur in den Tropen und Subtropen). Die innerste Rinden«Schicht (Phloeoterma) ist oft als verkorkte Endodermis ausgebildet. In diesem Falle fehlen meist stärkereStereombelege, können jedoch auch vorhanden sein (z. B. Melittis, Physostegia, Scutellaria peregrina). Woeine Endodermis fehlt, sind solche regelmässig stark entwickelt (z. B. Hyssopus, Lavandula, Ocimum). DieEpidermis ist meist einfach und mit ± erhöhten Spaltöffnungen versehen. Korkbildung kann entweder imprimären Rindengewebe eintreten (z. B. bei Phlomis in deren Mitte, bei Hyssopus in grösserer Tiefe) oderaber im Perizykel. In diesem Fall, derbesonders bei den strauchigen Labiatendes Mittelmeergebietes (Rosmarinus, La«vandula, Arten von Satureja, Thymus,
Sideritis usw.) häufig verwirklicht ist,wird das gesamte primäre Rinden«gewebe in blättrigen Streifen abge.stossen. Rindenständige und markstän»dige Leitbündel fehlen. Der normale Leit-bündelverlauf in einjährigen Sprossenist folgender (vgl. Fig. 3176 a): Unterjedem der 4 Kollendiymstränge verläuftein Leitbündel, von dem in den meistnicht oder wenig verdickten Knoten(vgl. jedoch auch die Gelenkpolster vonGaleopsisl) je ein Blattspurstrang ab»geht, der das ganze Internodium hin-durch neben dem Hauptstrang verläuft,um im nächsthöhern paarweise in einenBlattstiel einzutreten. Die beiden ineinen Blattstiel eintretenden Strängegabeln sich meist bald, wobei die äusse-ren Aeste in den Kanten („Hörnern" desQuerschnitts) des meist rinnigen Blatt,stiels verlaufen, wogegen die beidenmittleren oft zu einem einzigen ver«schmelzen. Sie können jedoch auchgetrennt bleiben oder sich auch weiterverzweigen (Salvia). Bei Satureja mon»tana sollen die Blattspuren nach Nägeli 3 Internodien frei durchlaufen. Zwischen den 8 auf demQuerschnitt junger Stengel normalerweise sich zeigenden Leitbündeln treten in den mehrjährig werden»den Achsen bald weitere auf, die durch die Tätigkeit eines Interfascicularcambiums zunächst zu einer prisma»tischen, aber meist bald zylindrischen Röhre verbunden werden. Die primären Markstrahlen verschwindenbald frühzeitig! die sekundären sind stets gut entwickelt, meist sind sie einreihig, seltener 2»reihig (z. B. Nepetanuda, Dracocephalum Moldavica) oder mehrreihig. Die Jahrringbildung ist nur bei einzelnen Arten deutlicher.Innere Sekretionsorgane kommen mit Ausnahme von kristallführenden Zellen nicht vor. — Die Keimblättersind bei vielen Labiaten nieren» oder herzförmig und im Gegensatz zu denen der Boraginaceen mit wenigenAusnahmen (z. B. Ballota und Sideritis) kahl (Fig. 3177). Die Laubblätter stehen regelmässig dekussiert, nuran der Primärachse der Stachys«Arten aus der Sektion Betonica regelmässig wechselständig (ausnahmsweiseauch bei anderen Labiaten, wobei als weitere Bildungsabweichung meist Zwangsdrehung des Stengels eintritt).Wirtelständige Laubblätter kommen z. B. bei Westringia vor; in anderen Fällen (z.B. Rosmarinus, Hyssopus,Dracocephalum, Satureja.Arten) werden solche durch regelmässig auftretende, sterile Kurztriebe vorgetäuscht.Der (oft kurze bis fehlende) Blattstiel zeigt bei vielen Gattungen und Arten systematisch bedeutsameAbweichungen im anatomischen Bau, z. B. bei Leonurus, wo die mittleren Leitbündel abgeflacht und zu Röhreneingekrümmt sind, und bei Salvia, wo sie sich in mannigfacher Weise verästeln. (Näheres hierüber beiJ. Briquet, Les Labiles des Alpes Maritimes. Genf und Basel 1891/1S96, daselbst auch viele Einzelheitenüber den Stengelbau). Die Spreite der Laubblätter ist nur ausnahmsweise tiefer zerteilt (Lycopus, Leonurus,
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Fig. 3177. Labiatenkeimblätter: a Ocimum Basilicum L., b Elsholtzia cri-stata Willd., c Lavandula officinalis Chaix, d Melissa officinalis L.,e Thymus Serpyllum L., / Mentha arvensis L., g-Hyssopus officinalisL., A Nepeta Cataria L., i Glechoma hederaceum L», / Prunella vul-garis L., k Lycopus Europaeus L., I Leonurus Cardiaca L., m und m 1Ballota nigra L., n, «1/72 Marrubium vulgare L., 0 Sideritis montana L.,p und px Stachys officinalis (L.) Trevis., q Stachys silvaticus L., r Phlo-mis tuoerosa L.. s, si und S2 Lamium Galeobdolon (L.) Crantz, / und t\Galeopsis tetrahit L., u Horm in um Pyrenaicum L., v Salvia pratensisL, w Monarda fistulosa L., ^Scutellaria galericulata L., y Teucriummontan um L., yi und j>s Teucrium ChamsedrysL., z Ajuga Chamaepitys(L.) Schreb., z\ Ajuga reptans L. Alle Figuren nach Th. Irmisch 1856.