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Elutheria Linn. Hort. Cliffort. 4S6.
Elutheria Providentiae folio cor dato, subtas argenteo. Sweet bark seu cortex bene olens Petiv. coli. IV.n. 276.
Cascarilla -^traAwh ; englisch: Sweet wood; französisch: Cascarillier ou Chacrillier.
Der wenig ansehnliche, sparrig verzweigte Strauch erreicht eine Höhe bis zu 6 m; die jüngeren stiel-runden Zweige sind mit hellgrauer, gerunzelter Rinde bedeckt, weiter oben sind sie mit Schuppen bekleidet,die im dickeren Mitteitheile braun, am ausgefransten Rande weiss gefärbt sind; an der Spitze sind dieZweige zusammengedrückt und mit den gleichen Schuppen gepanzert.
Die Blätter sind spiralig angereiht; sie sind an einem 1—1,5, selten bis 2 cm langen, drehrunden,oberseits schwach ausgekehlten, braun beschuppten Stiele aufgehangen. Die Spreite ist 4—6 (2 — 7) cmlang und unfern der Basis 2—2,5 (1,5—3) cm breit, eioblong oder dreiseitig ins Oblonge, lang oder sehrlang und stumpf zugespitzt, am Grunde gestutzt oder gerundet; sie wird jederseits des Mittelnerven von4—6 grösseren, beiderseits schwach vorspringenden Nerven durchlaufen, oberseits ist sie mit einzelnenSchuppen bestreut, die unterseits zu einem dichten schülfrigen, silberfarbenen Überzuge zusammentreten;am Rande ist sie ganz, ihre Substanz ist dünn lederartig. Nebenblätter haben wir auch an den jüngstenKnospen nicht gesehen.
Der Blüthenstand ist eine einfache endständige Traube, die bisweilen durch seitenständige, ausden Achseln der oberen Blätter bereichert wird; die Deckblätter der weiblichen unteren, wie der männ-lichen oberen Blüthen sind kaum 0,5 mm lang, breit dreiseitig, eiförmig, spitz; die beiden Vorblättchensind noch kleiner, beide sind wie die Spindel von dem reichlichen schülfrigen Schuppenbelag fast verdeckt.
Die Blüthen sind kurz gestielt; die männliche misst etwa 3 mm im Durchmesser. Die Kelch-blätter sind oblong, spitz, aussen dicht braunschuppig, innen mit einfachen Haaren versehen. Die zarterenBlumenblätter sind fast so lang wie jene, am Grunde deutlich genagelt, spärlich beschuppt, aber amRande weiss zottig. Die Discusschuppen sind breit, gestutzt und wenig fleischig. Auf dem weiss be-haarten Blüthenboden sitzen etwa 12 Staubgefässe mit pfriemlichen, weiss behaarten Fäden und kahlen,elliptischen, gestutzten Beuteln. Die weibliche Blüthe ist bezüglich Kelch und Blumenkrone jener sehrähnlich; die schüsselförmige, Honig absondernde Scheibe trägt aber unterhalb schwacher Vertiefungendie Blumenblätter; der kugelförmige Fruchtknoten ist braun beschuppt und zeigt an der Spitze die 3am Grunde vereinigten Griffeläste, welche sich zweimal dichotom theilen, kahl und fleischig sind.
Der Cascan7Za-Strauch findet sich unter Gesträuch einzig und allein auf den Bahama-Inseln und zwarsahen wir ihn von Hog-Island.
Anmerkung. Die Pflanze wird nur sehr selten in den Herbarien angetroffen; wir verdanken dieselbe Herrn Prof.Urban aus dem von ihm und Herrn Consul Krug begründeten Westindischen Herbar; sie war von Eggers gesammelt. Ver-wandtschaftlich steht sie Croton glabellus Linn. (Croton Sloanei Benn., C. nitens Sw.) nahe, während sie in der Tracht C. bal-samifer gleicht. Von der ersteren haben wir auch die Früchte und Samen, die wir von dem Cascan'W-Strauch nicht erhaltenkonnten, hinzugefügt.
Die Stammrinde des Strauches kommt als Cortex Cascarillae (Cascarillrinde) in den Handel.
Erklärung der
Fig. A. Blühender Zweig nach einem auf Hog-Island ge-sammelten Exemplare.
Fig. B. Eine Schuppe, 25mal vergrössert.
Fig. C. Die männliche Blüthe, lOmal vergrössertFig. D u. E. Das Staubgefäss von innen und der Seite,
"20mal vergrössert.
Fig. F. Pollenkörner, 280mal vergrössert.
Abbildungen.
Fig. Cr. Die weibliche Blüthe, lOmal vergrössert.
Fig. H. Der Fruchtknoten, 20mal vergrössert, im Längs-schnitte.
Fig. I. Derselbe im Querschnitte.
Fig. K. Die Fracht von Croton glabellus L., 3mal vergrössert.Fig. L u. 31. Der Same von der Bauch- und Eückenseite.Fig. O u. P. Derselbe im Längs- und Querschnitte.