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CARUM Linn.
Bliithen nicht immer gleichförmig, vielehig, dann die unfruchtbaren zygomorph mit grösseren, äusserenBlumenblättern. Fruchtknoten unterständig, zweifächrig, kahl. Kelch meist sehr undeutlich, selten fünf-zähnig. Blumenblätter mit eingebrochener, ganzer Spitze, zweilappig. Griffelpolster zweilappig, die Griffelparallel, nur an der Spitze auseinanderstrebend. Frucht von oblongem Umrisse, von der Seite herzusammengedrückt, kahl; sie zerfällt stets in 2 Theilfrüchte, die an dem bis zur Mitte gespaltenenFruchtträger hängen. Theilfrüchte mit 5 deutlichen Bippen, unter den Thälchen einzelne Ölcanäle, ander Fugenfläche 2, hier massig eingezogen. — Einjährige oder zweijährige, meist völlig kahle Kräuteroder ausdauernde Stauden, bisweilen mit knollig angeschwollenen Grundaxen. Blätter gefiedert oder doppeltund dreifach gefiedert. Dolde zusammengesetzt, vielstrahlig, oft ohne Hülle, Hüllchen vielblättrig; Blättchenganz; Blüthen weiss.
Etwa 30 Arten, die alle in der alten Welt, besonders im Mittelmeergebiete, zum Theil aber auch inder ganzen nördlich gemässigten Zone gedeihen.
Carum Carvi Linn.
Tafel 73.
Zweijährig; Pfahlwurzel spindelförmig; Stengel kahl, gefurcht; Blätter dreifach gefiedert, Fiedernsitzend, die untersten Fiederchen an den grösseren Blättern fast rechtwinklig gekreuzt; letzte Ausgliede-rungen linealisch.
Carum Carvi Linn. Spec. pl. ed. I. 263; Jacq. Fl. Austr. IV. t. 393; Allione, Fl. Pedem. II. 25;Gürtn. Fr. I. t. 23; Plenck, Ofßz. Pß. t. 214; Fl. Danica VII. t. 1091; Smith, Fl. Brit. I. 330; SvenskBot. II. t. 115; Engl. Bot. XXI. t. 1503; Schk. Handb. I. t. 77; Iloffm. Umbellif. I. 86. t. I. A.fig. 25;Hayne, Arzneigew. VII. t. 19; Mert. u. Koch in Roehl. Deutschi. Fl. II. 437; Nees, Düsseid. Abbild,t. 276; P. DC. Prodr. IV. 115; Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharm. II. 35. t. 131; Baxt. Brit. Bot. III.t. 232; Koch, Syn. 286; Dietr. Fl. Bor. XI. t. 753; Ledeb. Fl. Ross. II. 249; Willk. et Lange, Prodr. fl.Ilisp. III. 92; Boiss. Fl. Orient. II. 879; Aschers. Fl. M. Brandenb. 242; Garcke, Fl. Deutschi. ed. XVII.244 cum ic.; Reichb. Icon. t. 1872; Berg u. Schmidt, Darst. u. Beschr. t. XX V°; Bentl. and Trim.Med. pl. t. 121; Koehler, Mediz. Pfl. t. 91; FlücJc. and Hanb. Pharmacogr. 291; Flückig. Pharmacogn. 941;C. B. Cl. in Hook. fil. Fl. Br. Ind. II. 680; Battand, et Trab. Fl. d'Alg. II. 347; Baill. PI. med. II.1050. flg. 2861. 2862; Arth. Meyer, Drogenk. II. 440.
Apium Carvi Crantz, Fl. Austr. III. 218.
Seseli Carum, Scop. Fl. Carniol. I. 215.
Ligusticum Carvi Roth, Fl. Germ. I. 124. II (1). 324.
Aegopodium Carum JVib. Fl. Werth. 199.
Lagoecia cuminoides Willem. Phyt. I. 254.
Bunium Carvi Marsch, v. Bieb. Fl. Taur.-Cauc. 211, suppl. 206; Godr. et Gren. Fl. Fr. I. 729.
Kümmel, Karle, Garbe; französich: Carvi; englisch: Caraways.
Die etwas fleischige, wenig verzweigte Pfahlwurzel ist innen und aussen weiss, oder später aussenbräunlich, sie wird bis 20 cm lang und fingerdick.
Der aufrechte, ganz kahle Stengel wird 30—90 cm hoch; er ist gefurcht und stielrund, vom Grundean verästelt und mit lückigem Marke gefüllt.
Die spiralig angereihten Blätter erreichen eine Länge von 20 cm und mehr; nur die unteren sinddeutlich gestielt, die oberen sitzen unmittelbar der grossen, häutigen Scheide auf; sie sind dreifachgefiedert; die obersten sind minder complicirt gebaut, die letzten Ausgliederungen sind linealisch, gespitztund werden kaum länger als 1 cm. Die untersten Fiedern sitzen wie die übrigen; ihre Hauptabschnitte
Berg Tl. Schmidt, Officinelle Gewächse. II. 10