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2 (1896) Die Choristopetalen. 1
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Etwa 30 Arten, welche in der nördlich gemässigten Zone beider Hemisphären bis nach Californienund dem Himalaya, besonders aber in Japan und China wachsen.

Anmerkung. Neuerdings hat man die Gattung Pir us (häufig auch Pyrus geschrieben) viel enger als früher gefasst,indem man in ihr nur die mit unserer Birne verwandten Arten beliess und alle anderen, also die um unseren Apfel sichgruppirenden Arten zu einer eigenen Gattung Malus vereinigte. Beide zeigen auch bemerkenswerthe Unterschiede, indemPirus den oben erwähnten, wulstigen, den Axenbecher stark einengenden Discus besitzt, der Malus fehlt; ausserdemhat die Frucht von Pirus knochenharte Concretionen von Steinzellen im Fruchtfleische, die der Malus fehlen. Auch dieGattung Sorbus wurde früher und wird noch heute von einigen Botanikern zu Pirus gerechnet; sie ist aber durchgefiederte Blätter und sehr zähes Fruchtgehäuse gut geschieden.

Pirus Malus Linn.

Tafel 67.

Baumartig mit abstehenden Zweigen; Blätter eiförmig, gesägt, kahl oder unterseits behaart bis fastfilzig; Blüthen in einfachen, wenigblüthigen, endständigen Doldentrauben; Kelchröhre nicht Uber denFruchtknoten verlängert; Blumenblätter aussen rosaroth; Griffel am Grunde verwachsen, kahl; Fruchtkugel- oder gestutzt kegelförmig, am Grunde, häufig auch an der Spitze, eingedruckt.

Pirus Malus Linn. Spec.pl. ed. I. 479; Allion. Fl. Pedem. II. 143; Plenck, Med. Pß. t. 394; Fl. Dan.VII. t. 1101; Engl. Bot. III. t. 179; Duham. Arbr. ed. II. t. 45; Schrank, Fl. Mon. IV. t. 339;Hayne Arzneigew. IV. t. 46; Nees, Düsseldorf. Abbild, t. 303; P. DC. Prodr. II. 635; Guimp. undSchlecht., Holzgew. t. 61; Mert. und Koch, Deutschi. Fl. III. 424; Ledeb. Fl. Boss. II. 96; Willk. etLange, Prodr. Fl. Hisp. III. 193; Godr. et Gren. Fl. Fr. I. 571; Boiss. Fl. orient. II. 656; Bertol. Fl.Ital. V. 169; Berg und Schmidt, Darst. und Beschreib. IV 1 ; Köhler, Mediz.Pfl. t. 35; II. Baill. Bot. medic.I. 55S, ßg. 2103, 2104.

Apfelbaum; englisch: Apple tree; französisch: Pommier.

Der Baum erreicht eine Höhe von 12 m und trägt eine weitschweifige, nicht sehr dichte, halb-kugelförmige Krone. Der Stamm ist nicht selten schief aufsteigend, und wird von einer schuppigen, grau-braunen Borke bedeckt; die abstehenden, häufig gekrümmten oder gebogenen Äste sind zuerst mit einerglatten, leder- später kastanienbraunen Rinde bedeckt, die von Lenticellen weiss punetirt ist; die jüngstenSpitzen sind krautig, und mehr oder weniger dicht behaart.

Die Blätter sind spiralig angereiht, in der Knospenlage eingerollt; sie werden von einem mässiglangen, halbcylindrischen, oberseits seicht gefurchten, höchstens 3 cm langen Stiele getragen, dem dielinealischen, spitzen, grünen, bald welkenden und verschwindenden Nebenblätter, die kürzer als der Stielsind, angewachsen sind; die Spreite ist 5—7 (4—10) cm lang und in der Mitte 4—5,5 (3—6,5) cm breit,von eiförmiger oder elliptischer Form; sie ist spitz oder kurz zugespitzt, am Grunde ebenfalls spitz odergestutzt, am Rande gesägt; sie wird von 4—5 Paar stärkeren Seitennerven zu jeder Seite des Mittel-nerven durchlaufen, welche oberseits etwas eingesenkt sind und unterseits schwach vorspringen; eine Be-haarung fehlt entweder ganz oder sie ist, besonders unterseits, deutlicher und fast filzig zu nennen.

Die Blüthen erscheinen mit den Blättern am Ende von Kurztrieben, welche aus den reichblättrigen,gedehnten Langtrieben im zweiten Jahre entspringen; sie sind zu 4—6 doldig verbunden und werden durchlinealische, spitze Deckblätter gestützt. An den 1,5—3 cm langen, stielrunden, gewöhnlich weissfilzigen,zuweilen aber auch fast ganz kahlen, aufrechten Stielen sitzen gewöhnlich nahe der Basis, zuweilen aberauch in der Mitte und höher 2 linealisch-pfriemliche, häutige, bis zu 1 cm lange, abfällige Vorblättchen.

Der Fruchtknoten ist unterständig, das heisst, der etwa 3—4, zuweilen 5—6 mm lange, kreisel-oder krugförmige, häufig weissfilzige Axenbecher ist mit den Fruchtblättern verwachsen; der Becherüberragt aber etwas als verdickter Wulst die Fruchtblätter und stellt dort eine fleischige, offene, Honigabsondernde SchUssel dar. Kelchblätter sind 5 vorhanden; sie sind eiförmig oder oblong eiförmig,