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2 (1896) Die Choristopetalen. 1
Entstehung
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etwas kleiner. Die Beutel sind linealisch und springen in Löchern auf, die nach der Bliithenmittegewendet sind, der Grund derselben ist mehr oder minder deutlich pfeilförmig. Bei der durch Insektenbesorgten Übertragung der Pollenkörner kommen diesen Formen der Staubbeutel verschiedene Obliegen-heiten zu: Die unfruchtbaren sind Futterantheren, welche gefressen werden, die mittleren geben den Staubhauptsächlich her, die unteren dienen als Schauapparat. Der Stempel ist 10 mm lang, deutlich gestieltund halbelliptisch gekrümmt; der Fruchtknoten ist dicht grau behaart und enthält viele Samenanlagen,der fadenförmige Griffel wird nach oben hin kahl und ist aufsteigend, die Narbe ist wenig hervortretendund stumpf. Die Griffel sind bei der Vollblüthe entweder rechts oder links schief nach oben gewendet,was ebenfalls für die Pollenübertragung von Bedeutung ist.

Die Frucht ist eine pergamentartige, flache, oblonge oder breit lineale, an der Spitze abgerundete,am Grunde in den an der Rtickenseite befestigten Stiel zusammengezogene, kastanienbraune, an den Bän-dern hell olivenfarbige, 35 cm lange und 1,72,3 cm breite Hülse, die dort, wo die Samen liegen, einwenig aufgetrieben ist.

Der Same ist 78 mm. lang, sehr stark zusammengedrückt, von fast quadratischem Umrisse miteiner unteren stielähnlichen Verlängerung; die Oberfläche ist runzlig, grünlich braun; in der Mitte desunteren Schnabels verläuft beiderseitig eine verdickte, gefurchte Schwiele. Das Würzelchen des Keimlingsliegt im Schnabel, die blattartigen, flachen Keimblätter sind elliptisch.

Die aegyptische Sennes Cassie wächst von Oberaegypten durch Nubien bis nach Kordofan undin Central-Afrika bei Timbuk tu und Sokoto.

Die getrockneten Fiederblättchen der Cassia acutifolia bilden fast auschliesslich die Folia SennaeAlexandrinae des Handels, welche von wild wachsenden Pflanzen gesammelt werden. Dieser Waare sindhäufig Blättchen von Cassia obovata Collodon, ferner Früchte der beiden Cassia- Arten und hier und daauch Blättchen von Solenostemma Argel Hayne beigemengt.

Erklärung der Abbildungen.

Fig. A. Ein blühender Zweig einer aus Nubien stammendenPflanze.

Fig. B. Die Blüthe im Längsschnitte, 3mal vergrössert:a. Bliithenboden; b. der Kelch; c. die Blumen-blätter; d. die fehl geschlagenen Staubgefässe;e. die mittleren, f. eins d. längeren, g. das kürzereder unteren Staubgefässe; h. der Stempel.

Fig. C. Ein oberes und ein unteres Blumenblatt, 2mal ver-grössert.

Fig. D. Die Blüthe, von der Kelch und Blumenkrone ent-fernt sind.

Fig. E.G. Die Staubgefässe, 6mal vergrössert.

Fig. H. Die Pollenkörner unter Wasser und trocken, 300malvergrössert.

Fig. I. Der Stempel im Längsschnitte, 6mal vergrössert.

Fig. K. Die Frucht, natürliche Grösse.

Fig. L. Dieselbe, im Querschnitte, 2mal vergrössert.

Fig. M. Dieselbe, aufgesprungen, natürliche Grösse.

Fig. N. Der Same, natürliche Grösse.

Fig. O. Derselbe, 2mal vergrössert: a. die Mikropyle; b. derNabel; c. die Schwiele.

Fig. P. bis R. Derselbe im Querschnitte und im Längsschnittesenkrecht, so wie parallel zur breiten Seite: d. Nähr-gewebe; e. Keimblätter; /. Wiirzelchen.