7
Cassia acutifolia Del.
Taf. 47.
Halbstrauchig mit 4—5jochigen Blättern; Blättchen oblonglanzettlich, spitz, behaart oder kahl; Stielder Hülse seitlich gerückt, diese ein wenig sichelförmig gekrümmt.
Cassia acutifolia Del. Fl. Aegypt. II. 259. t. 27; Oliv. Fl. trop. Afr. II. 279; Benth. in Trans.Linn. Soc. XXI II. 553; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 90; Köhler, Mediz. Pfl. t. 156; Fliick. Pharma-cogr. 561; Arth. Meyer, Drogenkunde II. 231.
Cassia Senna Linn. Spec. pl. ed. I. 377; Woodv. Med. bot. 442. t. 159.
Cassia lanceolata Nectoux, Voy. en haut Egypte. 20. t. 2; Collad. Casses 93. t. 15. Fig. C; Hayne,Arzneigew. IX. t. 41; DC. Prodr. II. 492; Nees, Düsseid. Abbild, t. 343; Guimp. u. Schlecht. Pharmac.Pfl. III. 6. t. 205; Boiss. Fl. Orient. II. 632 nicht Forskai.
Cassia lenitiva Bisch, in Bot. Zeit. 1850. p. 885; Berg u. Schmidt, Dar stell, u. Beschreib, t. VIIIf-
Senna lanceolata Link, Handb. II. 140.
Senna acutifolia Batka, Monogr. Gatt. Senna 27, 41. t. 1.
Spitzblättrige oder aegyptische Sennes Cassie; englisch: Italian oder egyptian senna Cassia; französischSene dItalic oder de VEgypte.
Aus einer ausdauernden, kräftigen etwas hin und her gebogenen Pfahlwurzel erheben sich mehrereaufrechte, ästige, am Grunde verholzte, fast stielrunde, gestreifte Stengel, welche eine Höhe von30—60 cm und eine Dicke von 3—5 mm haben; sie sind oben unregelmässig sehwach gekantet und mehroder minder behaart, zuweilen aber ganz kahl.
Die Blätter sind spiralig gestellt und zwar annähernd nach 2 /s geordnet, sie sind paarig drei- bisfiinfjochig gefiedert, ihre Spindellänge beträgt 4 —6 cm, davon kommen 1 — 1,5 cm auf den Stiel, der amGrunde mässig stark verdickt ist; die Spindel ist stumpf dreikantig, oben von einer Rinne, an beidenSeiten von je einer seichten Furche durchzogen, sie ist schwach behaart oder kahl; zwischen den Blättchenstehen kleine stiftförmige, rothe fleischige Drüsen, das Blatt endet mit einer röthlichen, fleischigen Borste.Die Blättchen sind gewöhnlich fiinfjochig zusammengestellt und stehen einander gegenüber, sie sind nursehr kurz gestielt, 2—2,5 (1—3) cm lang und in der Mitte oder mehr nach der Basis zu 6—8 (5—10) mmbreit; ihre Form ist lanzettlich bis oblong lanzettlich, am Ende spitz, mit einem Stachelspitzclien, am Grundeist sie ungleichseitig spitz oder ein wenig gerundet; sie sind deutlich fast knorplig gerändert, beinahelederartig und mehr oder weniger behaart, in der Jugend sind sie manchmal von einfachen Haaren fastfilzig, im Alter wenigstens unterseits auf dem Eückennerven behaart, indess scheinen auch ganz kahleFormen vorzukommen. Die Nebenblätter sind etwa 3 mm lang, aus breiter Basis pfriemlich, am Grundeschief- und halbherzförmig: sie stehen horizontal oder schräg nach oben gerichtet und bleiben längere Zeitam Zweige sitzen.
Die Blutenstände sind traubig und brechen aus den Blattachseln hervor, sie erreichen eine Längevon 10 cm und darüber und tragen die Blüthen am oberen Ende durch Verkürzung der Axe dicht kopfigvereint, die unteren Blüthen stehen lockerer. Sie werden von einem 4—5 mm langen, oblongen, stachel-spitzigen, leicht abfälligen Deckblatte gestützt und von einem 2—3 mm langen, später auswachsendenStielchen getragen. Die Kelchblätter sind 5—6 mm lang elliptisch oder fast kreisrund, aussen convexgebogen, die hinteren etwas grösser, sie fallen leicht ab. Die Blumenblätter sind 7—8 mm lang, ver-kehrt eiförmig, sehr kurz genagelt, die zwei untern sind etwas länger als die übrigen, die Farbe ist gelbund braun geädert. Von den 10 Staubgefässen sind nur die 3 oberen, welche 2 mm lang sind, sterilund wie die 4 mittleren, 4 mm langen, fruchtbaren schräg aufwärts oder nach vorn gerichtet; die beidennun folgenden sind die grössten, 7 mm lang und sehr auffallend gekrümmt; das letzte unterste ist wieder