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oder gewellte Ränder und sind zuweilen unregelmässig hier und da zusammengeschnürt; sie enthalten5—6 Samen.
Der Same hat 0,8—1 cm im Durchmesser; er ist fast kreisrund, nur an der Basis ein wenig ungleich-seitig ausgerandet, sehr zusammengedrückt und auf jeder Seite mit einem gekrümmten Eindrucke geziert,die Farbe ist braun, die Oberfläche glänzend; er hängt an einem langen gekrümmten, oben erweitertenNabelstrange.
Diese Gummi-Akazie wächst in Senegambien, in der Nähe der grossen Wüste an einzelnen Stellenin sehr grossen Beständen, sie kommt auch im südlichen Nubien am Astaboran und Atbara, bei Kassalaund Gedaref, sowie in Kordofan vor; ausserdem findet sie sich in Arabien und zwar sicher bei Maskat,Aden und Dschidda, vielleicht auch weiter verbreitet und endlich in Belutschistan. Der rothe Bast derPflanze wird zu Stricken verarbeitet und zu diesem Zwecke in ganzen Kameellasten gesammelt.
Der Baum liefert vom 7. bis 45. Jahre reichlich das Gummi arabicum (Gummi senegalense : Senegal-Gummi), welches aus den vorzüglich in Folge austrocknender Ostwinde entstandenen Bissen der Bindehervortritt. Über die Ursache des Gummiflusses von Acacia Senegal ist Sicheres noch nicht bekannt.
Erklärung der Abbildungen.
Fig.
A.
Fig.
B.
Fig.
C.
Fig.
D.
Ein Zweig der blühenden Pflanze, nach einem Exem-plare aus Kordofan.
Die Blüthe, 5mal vergrössert.
Die Staubgefässe, am Grunde durch einen fleischi-gen King verbunden.
Das Staubgefass, 40mal vergrössert.
Fig. JE. Ein Pollinium, 200mal vergrössert.
Fig. F. Der Fruchtknoten mit einem Theile des Griffels,
lOmal vergrössert.
Fig. Cf. Zwei Früchte, natürliche Grösse.
Fig. H. Ein Theil der Fruchtklappe mit 3 Samen.
Fig. I. K. Der Same im Quer- und Längsschnitte.
CASSIA Linn.
Kelchblätter bis zum Grunde frei mit dachziegeliger Knospenlage. Blumenblätter abstehend, gleichoder etwas ungleich und dann die unteren grösser. Staubgefässe 10, die entweder alle vollkommen undgleich, oder deren obere kürzer sind; oft aber werden die oberen drei, seltener fünf zu unfruchtbarenStaminodien umgebildet; die Staubbeutel sind entweder sämmtlich gleich, oder die der unteren Staub-gefässe sind grösser; sie springen mit endständigen Poren oder kurzen Spalten, manchmal mit grund-ständigen auf; Pollenkörner einzeln. Fruchtknoten gestielt oder sitzend, gewöhnlich stark gekrümmt mitvielen Samenanlagen; Griffel kurz oder verlängert mit gestutzter, kleiner Narbe. Hülse stielrund oderflach und stark zusammengedrückt, holzig oder häutig, meist zweiklappig aufspringend, innen zuweilendurch falsche Scheidewände gefächert, und mit saftigem Marke gefüllt. Samen verschieden gestaltet,häufig zusammengedrückt; der Keimling liegt in einem deutlichen hornigen Nährgewebe; das geradeWUrzelchen ist kurz, die Keimblätter sind flach oder gewellt. — Bäume, Sträucher oder Kräuter mitspiralig oder dorsiventral gestellten paarig gefiederten Blättern mit zuweilen sehr grossen Nebenblättern;Blätter selten auf den blattartig verbreiterten Blattstiel reduciert; Drüsen sitzen häufig auf den Blatt-stielen. Blüthen in end- oder seitenständigen Trauben oder Rispen, selten einzeln oder gepaart aus denBlattachseln.
Die Zahl der Arten beläuft sich auf Uber 350, die besonders den wärmeren Erdstrichen beider Hemi-sphären angehören, aber auch in Neu-Seeland, Argentinien und den nördlichen Vereinigten Staatennoch gedeihen.
Die beiden officinellen Arten der Gattung gehören in die Section Senna Bth., die sich durch dreiobere unfruchtbare Staubgefässe und durch sieben fruchtbare Staubgefässe auszeichnet, von denen dieunteren wieder viel länger als die mittleren sind. Die Hülse springt auf und ist flach zusammengedrücktebenso wie die Samen; die Trauben sind blattachselständig.