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2 (1896) Die Choristopetalen. 1
Entstehung
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Der Baum wird 1620 in hoch und hat dabei einen Stammumfang von 1,32 m; seine Zweige sindmit 1 cm langen, sehr spitzen, meist hakenförmig nach unten gekrümmten, zuweilen aber auch geraden,von der Seite zusammengedrückten, zuerst gelbbraunen, dann schwarzen Stacheln bewehrt, die den Neben-blättern homolog sind. Die jüngeren Triebe sind mehr oder weniger kurzhaarig; die älteren sind miteiner in Streifen sich ablösenden Einde bedeckt, die längere Zeit haften bleiben; das Holz ist hart undschwer, roth- bis schwarzbraun, der Splint ist hell.

Die Blätter sind 1014 cm lang, paarig doppelt gefiedert und werden aus 1220 gegenständigenFiederpaaren zusammengesetzt; jede Fieder hat 2040 Paar Blättchen, die 4 6 mm lang und höchstens1 mm breit sind; ihre Form ist linealisch, am Grunde sind sie schief, einseitig abgerundet, am Randesind sie angepresst gewimpert, an dem oberen Ende stumpf oder spitz. Die Spindel ist sehr fein filzig,oberseits rinnig vertieft: in der Mitte des 34 cm langen, unten verdickten Blattstieles sitzt eine fleischige,schusseiförmige, kreisrunde Drüse, zu der sich noch eine obere bei dem dritten bis sechsten Fieder-paare gesellt.

Der Blüthenstand ist eine 510 cm lange, dichte, unten lockere, walzenförmige, achselständigeÄhre, welche von einem 12 cm langen, stielrunden, filzigen Stiel getragen wird; die Spindel ist eben-falls grau- bis rostbraunfilzig.

Die Blüthen sind sitzend, sie werden von noch nicht 1 mm langen, lanzettlichen, aussen filzigen,innen kahlen Deckblättern gestützt und messen in der Vollblüthe etwa 56 mm. Der Kelch ist 2 mmlang, glockenförmig, fein filzig, im oberen Drittel fünfzähnig; die Zähne sind dreiseitig, spitz, aussenbehaart, gewimpert und in der Knospenlage klappig. Die Blumenblätter sind gewöhnlich nur um dieHälfte, zuweilen aber um das doppelte länger als der Kelch, sie sind häufig, hoch verwachsen und nurdie fünf etwas nach aussen gekrümmten, dreiseitigen Zipfel sind frei. Die Staubgefässe sind sehr zahl-reich, etwa doppelt so lang wie die Blumenblätter, sie sind unter dem Fruchtknoten befestigt und unten ein-brüdrig verbunden; die Fäden sind fast haarförmig, bei starker Vergrösserung betrachtet erweisen sie sichaber nicht glatt, sondern höckerig. Die Staubbeutel sind kreisförmig, unterseits flach, oben und untenein wenig ausgerandet und haben nur 0,1 mm Durchmesser. Die Pollenkörner sind zu 16 in kugel- odergerundet würfelförmige Pollinien verbunden, deren je 24 in einem Fache sich befinden. Der Stempelist mit einem kurzen Stielchen einer fleischigen Scheibe aufgesetzt, er überragt die Staubgefässe nur wenig;der Fruchtknoten ist oblong lineal, noch nicht 1 mm lang und umschliesst zahlreiche rückenständigeSamenanlagen; der Griffel ist fadenförmig und endet in eine kopfförmige Narbe.

Die Hülse ist 614 cm lang und 1,01,3 cm breit, sie ist sehr flach, beiderseits zugespitzt undunten in einen Stiel endend, sie ist braun bis schwarz, häufig glänzend und beiderseits gerandet.

Der Same hat einen Durchmesser von fast 1 cm; er ist kreisförmig, zusammengedrückt, braunmit einem Stiche ins Graue und hat in der Mitte eine hellere Zone; er sitzt an einem fadenförmigen,gekrümmten, am Ende erweiterten Nabelstrange. Der Keimling hat dieselbe Gestalt, das Knöspchenbesteht aus deutlich gefiederten Blättern.

Die Katechu-Akazie wächst in Vorderindien längs des Himalaya bis zu einer Höhe von 131500 m,auch in Birma ist sie verbreitet.

Das Holz des Baumes, welches auch als Nutzholz von Bedeutung ist, enthält in seinem Kernholzegrosse Mengen von Catechu. Man kocht das Kernholz mit Wasser aus, dampft die Abkochung so langeein, bis sie beim Erkalten erstarrt, giesst sie in Thonformen oder auf Matten und Blätter aus und lässtsie in der Sonne austrocknen.

Das so dargestellte Produkt ist das Catechu [Pegu-Catechu).