Bäume, Sträucher oder Kräuter von sehr mannigfacher Tracht. Die Blätter sind mit zwei zuweilen sehrgrossen Nebenblättern versehen und allermeist spiralig gestellt, nur bei den windenden Formen sind sie oftdorsiventral zweizeilig geordnet. Sie sind meist gefiedert (einfach oder mehrfach) oder gefingert; selten sindsie bis auf den dann verbreiterten, blattartigen Stiel reduciert (. Phyllodien ) oder einfach. Bie Blüthen stehenentweder in endständigen Trauben oder Bispen oder sind aus Laubblättern achselständig, sie sind meistmit Vorblättchen versehen.
Die Zahl der Arten muss auf mehr als 7000 geschätzt werden, die in über 400 Grattungen vertheiltsind, sie wachsen in fast allen Theilen der Erde, sind aber in den Tropen, am Cap, in den SteppenAsiens und in Australien besonders entwickelt, in Neu-Seeland sind sie selten und auf den Inseln dersüdlich gemässigten und kälteren Zone fehlen sie.
Die officinellen Leguminosen gehören in folgende Gruppen:
Unterfamilie I. Mimoseae R. Br. Blüthen stets aktinomorph. Kelch röhrenförmig mit klappigeroder dachziegeliger Knospenlage. Blumenblätter gleich, in der Knospenlage klappig, am Grunde oft ver-bunden. Staubgefässe frei oder einbrüdrig verbunden, zuweilen sehr zahlreich, nicht selten aber von dereinfachen oder doppelten Zahl der Kelch- und Blumenblätter; Pollen zuweilen in Pollinien verklebt.
1. Acacia Catechu Willd.
2. Acacia Senegal Willd.
Unterfamilie II. Caesalpinieae R. Br. Blüthen häufig zygomorph. Kelchblätter meist bis zum Grundefrei. Blumenblätter dachziegelig und zwar aufsteigend deckend. Staubgefässe meist frei. Würzelchenmeist gerade.
3. Cassia acutifolia Del.
4. Cassia angustifolia Vahl.
5. Tamarindus indica L.
6. Copaifera Langsdorffii Hayne.
7. Krameria triandra lluiz et Pavon.
Unterfamilie III. Papilionatae Neck. Blüthen zygomorph. Der Kelch röhren- oder becherförmig,meist gezähnt. Blumenblätter dachig deckend und zwar von oben nach unten absteigend (echteSchmetterlingsbltithen). Das Würzelchen ist meist gebogen und liegt den Keimblättern auf, seltenist es gerade und aufrecht.
TBIBUS I. Trifolieae Bronn. Aufrechte oder niederliegende Kräuter mit gedreiten Blättern, derenNerven häufig in einen Zahn auslaufen. Die 10 Staubgefässe ein- oder zweibrüdrig verbunden (dannneun verwachsen und eins frei).
8. Ononis spinosa L.
9. Trigonella Foenum graecum L.
10. Melilotus officinalis Pers.
TRIBUS II. Galegeae Bronn. Aufrechte oder niederliegende, nicht windende Kräuter, seltenerSträucher oder Bäume mit gefiederten Blättern, die meist ganzrandig sind. Die 10 Staubgefässe zwei-brüdrig, wenn einbrüdrig ist das einzelne wenigstens am Grunde frei. Hülse zweiklappig, selten nichtaufspringend und dann klein oder häutig geflügelt.
11. Astragalus gummifer Poir.
12. Glycyrrhiza glabra L.
TRIBUS III. Phaseoleae Bronn. Windende seltener aufrechte Kräuter, sehr selten baumartig mitgedreiten Blättern, die ganz oder gelappt und häufig mit Nebenblättchen versehen sind. Blüthen traubigoder gebüschelt, meist achselständig. Staubgefässe 10, meist zweibrüdrig. Hülse zweiklappig.