dap. IV. Von Heng-Waagen. lad. IV,
diese zwey Schrauben, ? eine Feder, welche die Röhre aufdieser Seite niederdrucket, eine Schraube,dadurch die Röhre wieder in die Höhe zu schrauben, eine Schraube, vermittelst welcher die horizontaleHaaroderFaden höher und niedriger kan gestellet werden, da H a das gantze Stück seitwärts, >1 b dasBlech inwendigmitbeydenNüten c das gantze Stück vorwärts mit denen Fäden 6 die Schraubeund Blech mit den Fäden zeiget, I eine Mutter und Lappen dasObjectiv-Glaß s nebst seinerHülße e e nacheines jeden Auge zu stellen, X einRaboderScheibemlteinerScvraube,soimArm 5 fest gemachet ist da-mit das Gewicht ausder Röhre hin und herzu schrauben, und solche in gleiches Gewicht zu bringen, X Zstellet den Arm, K k die Scheibe und 1^ i das Gewicht vorwärts vor, kl ^ zwey Arme an der Hülße,durchwelche vermittelstdes so gestalten Steig-Bügels mitderstählernenSpitzes b die Waage oben ins Eisen0 eingehänget wird, Q ? (^der krumme Hacken mit dem Stahl in einem Gelencke R. gehet, und oben in 1' Veinen Arm geschraubet ist/dieser Arm wird bey u andiehöltzerne Stellage fest geschraubet, ^ das bleyerneGewicht mit seinen Hacken, welches in die Stange V oder Kl eingehänget wird/ k die drey Ocular-Gläser mitihrer höltzernen Einfassung, so alle drey auf ein meßingen Blech auf I m geschraubet sind, damit sie sich nichtverrücken können »die höltzerne Einfassung vorwärts/ Lo dieDiopterhintennachderRöhre, L p dieselbeseitwärts. Weilverhoffentlich alle Stücke deutlich und überflüßig beschrieben und vor Augen gestelletseyn, so soll folgen:
§. iz.
Die Mirung oder Rechtstellung, und Gebrauch der Waage.
Erstlich wird die Waage ausgehänget in ihre Stellage/wie in der 1.5iAur?atz. I V. zusehen ist, und daman vor sich eme Stadt, Dorff, Hauß, Thurm und dergleichen hat, so meist mit dem Stand der Waage hori-zontal zu seyn scheinet, oder in Ermanglung alles dessen eine Stange mir einer Scheibe, wie unten soll gezei-get werden.
Wen« man diese? hat, so siehet man i.) durch die Löchlein der Diopter L nach einem Obje^o und einerLinie, die daran deutlich zuerkennen ist; als ein Gesims an einem Hause, Feuermau r, Dach-Rinnen, Fen-ster Rahmen und dergleichen, trifft es nicht alsobald, so wird durch die Schraubet die Röhre höher oder nie-driger aestellet, bis es die verlangte Linie just trifft. Zum 2.) siehet man durch das Perjpectiv, und richtetdurch die Schraubeden borizontalen Faden ebenfals aufdiese Linie.;.) So mmmt man unten das bleyer-ne Gewicht hinweg, und visiret wieder ohne Gewicht nach eben dieser Linie, trifft es, so stehet die Röhre imTyuilibrio, wo nicht, nnddle Waage zeigte höher, so muß durch die Schraube X das Gewicht I- nachXiun-geschrauber werden, doch nur biS etwa ins Mi ltel beyder Linien ;denn wird das Gewicht wieder eingehängt t,wenn zuvorherodurchdieSchraube^dieWaagewieder auf die erst genommene Linie ist gestellet worden/trifft es nun diese Linie Mit und ohne Gewicht, so stehet die Röhre in gleichen Gewicht, wo nicht, so muß vorigeOperation wiederhohlet werden; und dieses ist erstlich die Rectisicirung der Waage selbst , die Waage aberzu stellen daß sie eine richtige Hoi izontal-Lmie weiset, geschiehet wie bey voriger Waage, nur baß hienutmehr Proben geschehen können. Erstlich sehe man nach einen Ort, wo man unterschiedliche Linien oderMerck-mahl fassen kan, und kehre hieraufdie Waage um, daß der unterste Steig-Bügel oben, und der andere hinge-gen unten kommt; trifft es solche Linie nicht wieder, als: es hätte erstlich den Punct s kiZura VIII. ?abuk I V.getroffen, und käme hernacher auf die Linie ch wenn die Waage umgekehret wird, so muß nach dem Augen-Maaß das Mittel c gesuchet und durch die Schraube d gestellet, und dieses so lange continuiret werden, bisaufalle x> Absichten und Veränderung die Linie zutrifft; denn wird 2.) durch die beyden Löchlein der DiopterL visirer. Zum z) durch das Perspectiv ,denn wird die Waage umgewendet,daß das unterste oben kommt,undw lederum durch die beyden Löcd lein und Perspectiv, sind 6 mahl. Weiter wird die Waage verkehret, daß dieDiopter dvor das Gesicht, und L gegen das Objecmm kömmt, und wird wiederum durch die beyden Löchiejnobservirer, sind achtmahl; und endlich wird die Waage wieder umgewendet, daß das oberste unten kommet,und ncchm chlen turch diese beyde Löchlein gesehen, sind also >omahl.
Weil nach derZeit befunden, daß der Faden oderHaar, wenn es auch noch so subtil ist,ein grosses Theil andcmObjittiv bedecket zumahl wenn es allzusehr entfernet, dahero ich mich der Dioptern bediene, wie solche^.zusehen;da nemlichzweyscharffeSpitzen s c als Nadeln gegeneinander stehen, unddarzwischen ein ktemer Raum ist,damit.man auch so gar das Mittel von emer jeden Linienehmen kan.
§« ^4-
Heng-Waage.
Selbige ist abulsll. XlV vorgebildet.
Er machet einen verschlossenen Kasten, als ein Creutz sormiret, so aller Orthen zuist/bisanfdieOeff-nnng und L, doch also, daß das eine Stück den Deckel giebet welchen man abnehmen tan, in welcherPositurdie Waage erscheinet. In diesem Creutz hänget er oben kn ^ an einen Nagel und Ring d ein Blech L t) ü, sonuten glekchfals einen Ring hat, daran ein Gewichte vermittelst des Hackens S L gehanacn wird. DiesesGewicht wird in et'.Gefäßoder KästleinmitOel gehangen, damit es vom Winde nicht so sehr kan bewegetwerden. In derMrtre dieser Regel d O bey T ist eine Hülse durch welche ein Rohr oder lubus (Z 51 befcstj-get ist, welcher inwendig seine Gläser und Visier hat/die wir aber hier nicht nöthig haben zu bejchreiben,theilswei> selches deutlich genug zuvorhero bey meiner Waage geschehen, theils wetlesmehrmahlen in folgenderWaaae geschiehet
. Wenn man wissen wil, ob die Waage richtig ? wird der Ring v oben und <2 unten gebracht/ schneidet esdann ak i 1?fu!L oben diese Linie, wie bey vorigenStand ab, so ist die Waage richtig.
Ersten ist d^ibeyzuermnern:Daß es zwargut gethan scheinet,daß man die Waage in sin Futteraleimschliesst; allekne gehet oer Winv, so wird er ooch auch durch die Oeffnung eindringen, und der Waage so viel
Ver-