Druckschrift 
4 (1726) Theatrum Horizontostaticum Sive Libellationis, Oder Schau-Platz von Wasser- oder Horizontal-Waagen : lehret nicht nur was eine Horizontal-Linie, und wie vielerley Arthen solche sei, sondern auch mancherley Wasser-Waagen zu machen, auch davon zu urtheilen, welches die besten und sichersten? ; ferner, wie solche füglich und bequem zu gebrauchen, oder damit zu wägen ; alles mit saubern Figuren in acht Kupffer-Platten
Entstehung
Seite
317
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

dap. III. Von Perpendicul-Waagen. I'ad. l.

De6 Herrn Wasser - Waage.

Solche findet ihr 7«?^«/« /.

" ES ist eine weitformige in gerade Winckel recht sccursc eingerichtete Röhre, aus innen und

wohl verzinneten Eisen-Blech gemachet, lang 4 Fuß am Stammen, und z Fuß am Oveer^ Stück? "

bis z Zoll ins gevierdte, davon das vordere Blech aufeinmahl kan abgenommen werben, wie au,^ "

vorgebildet ist, daß das vordere Blech davon ist, und man dieRöhreinwendia davon beleben kan "

das oberste Blech der Ecke ist ein Bleches ein Win ckel-Hacken wie ^

^e auch hinten am Rucken e,n Muck Meßing! Zoll dick befestiget, dazwischen dtesem und dem vord^rn "

Blech wenigst ;Zo« Raum blechet, mitten durch diese Blcch wird ein Stück von einer Nekenadeld..^? "

stochen, und das Pserde.Haar daß das Bley des Perpendiculs c träget mtt einer Schlei "

hänget. Unten bey ^ ist die Röhre etwas weiter, darinnen wird ein silbern Blech ö aufiwuiAÄ^ "

Blech aeleget,daß es von dem Rücken der Röhre just Z Zoll abstehet, wie das obere Btech.Aufsosckes BK ''wird aus dem Punct, wo oben das Stuck von der Nadel auf dem hintern Blech feste ist, a e (>mro/in ''

Bogen gezogen.. 2. unddarauffdem^.oproportiontrte^i-acZusaus der Mitte sdie recht verven^.. . "unter der Nadel dre den Perpendttul träget, kommen muß besetzet, auch m einl ele Minute, oke!?^ "sosubtil,alvmitDeutlichkeit geschehenen, eingetheilet.,/ Knuten, oder doch „

, ist ambestenesmitdiesttTheilungsolange anstehen lassen, bis man durch die Rectik-

cat-on^sJnstrumentser5chren,^derPerpendlcttlaufdemB!echdaswahreMitteIabschne d^ W "

in dem Deckel der Röhren gegen der Stelle dieses Bleches ein rein Glaß seyn müsse, dadurch rm-no^' ^ "pendicul kan spielen scheu, verstehet sich von selbst... ^ "'"'^^urchmandcnPer.

„ Der Aoeer-Theil del Rokre O F ist an einer Seite bey 5 mit einem runden Loche geöffnet >mdwird unferne davon bey ^m etn.m fest emgenietheten meßingenen Rähmlem ein Objectiv Giat'vo^ "

nein quten z fähigen Perspectlv eliigeietzet, von da an die Weite seines ?oci fortgetragen m ^ -7» "meßmgenev Rähmgen gantz nach der Gestalt, wie das höltzerne 7«5, ///./>>./// hat, mit einem"Faden eingesetzet, dieser Bveer Faden aber muß von dem subtilen Glaß Haar seyn. An dem ander. "dleserQveer-Röhrebey/) wirdeinerundeoeffnung gelassen, und eine kurtzeRöhreaussen daran aelö, "tbet,il.w<icheetnanderRöhrgenmlte«nemOcular G'aßeingestecketwird. Endlich wird dieseOn!-r "Röhre mit krumm gebogenen meßwgentn oder eisernen Armen unterstützet, und an dem ^ "m.H-ckl'nR^-.mE .s -n ^ -V a>s«m Kr .mw .n em ^s.tz«,d°ß.S a"chwN "

so'^d'e^arotWaageanundvors,chd,s^ „

«er Sraffeley aantz gleich, ohne daß an beyden Schenckc/-. die Riegel 0 /> angemachet sind, w^ "

n^SxdraubckölUienfestangehalttnwerden,unddaFudienen,daßmanaufungleichenBodentae^^ ^

Der Gebrauch dieses Instruments, wemiesremsiciret worden, wovon unten,istnunse^,...^.

stehen; denn es wird nur durch Hiilffe zweyer höltzernen Nägel, mit den Armen / anfdao8ririv "get,undso langegerucket, bis das Haar des Perpendiculs die Mittedes Bogens aufdem Mb/r.lÄ "schneidet, sogiebt die Gesicht^Lime, welche durch den Aveer-Faden und durch das 0b,ect!'>-G,as- l?» "

Met, den unächten Wasser-Paß. So bald der Perpmdicul recht emsch.äget, muß man dao E f "fallen lassen, damit das Instrument dadurch,» seiner Richtung desto besser erhalten werde "

durchlangen GebrauchdleRöhreetwasausihremPerpenbiculkommen,welches man durch öffterswi? "

derhohlete Rectisications Probe erfahren kau, so muß man nur mercken, welche Minute neb- >' terMi r- "der Perpend,c.i adschnewet, und bey fernern Gebranch das Instrument allezeit darnach riÄen i L "gene muß man beydem Gebrauch genau Achtung geben, wie es bey allen Scdrot-Waaaen nö.ki^st"

das eiserne Stänglichen / den Gebrauch dieses Jnstrumentsziemlich unbeavem wacker "

cheö doch das Instrument in seiner Stellung nicht wohl erhalten werden kan ' ^^newel-».

§. 8.

Eine andere Manier deö Durons mit einer Schroth-Waaae w waaenWie mühsam und langweilig eS hergehet, alle 6 oder 8 Ellen einen Pfahl ^schlagen welker

bald zu lang ist, auch leichtezu tieffgeschlagen wird, bey hartem Lande oder Geste ^gen .st bekandt. Dieses aber überhobenzu seyn habe zwey Stellagen als dreyche n q^

^ und ^ jeder hat eine lange perpendiculare Regel oder Stab <7 /) in M^dieschieben kan, und m Schulz Zolle und kleinere Theile getheilet sind Diese Reaeln oderStäbe so m d^m-»Zoll breit und zwey Zoll dick, stehen unten aufemen eingeschlagenen Stock oder fest-aeleaten ^ ? Zsie sich bey der Operation nickt weiter sencken können. An diesen Stäben <7 O stecket über^/mM«^^O eine doppelte Hülse 5 6 ^F«»"^ perspectivischlind//F«'F/^ seitwärts alleii.e und a.^

DaerstlichdieHÜ-seohnqefel)rw,eesderStanderfodertve.m.ttelstderStell^ch^

wird,m dem Arm 5 c der andern Hülse wird die lange Regel oder Linial, nemlich dieA aaae 5 S

geleatt/dafi sie auf <7 ausruhet, ist e? nöthiger selbige höher oder niedriger zu stellen, so gelÄ.el'et s.^ ^

durch die Schraube ^ - welche oben ,m Arm c S feste, doch beweglich ist, und ^

kein F gehet, vermittelst der Mutter/, die als eine gezahnte Scheibe gemachet ist. d-iß

ieicdre die Waage horizontal stellen kan. JsteS richtig, so notirer m in die Höhe vom Pfeb' ode. ScÄ ^^5

m beyden Stäben, hebet die Waage und Wiai weg, lässet den einen Bock stehen utw stM v^t! a nd?^

Zjj ^»'»vieoer