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2 (1847)
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603
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eines anderen Organs abhangen. Um zur Erkenntniss zukommen, versuchte ich andere Lebermittel, aber ganz ohneErfolg. Im Januar 1835 kamen mehre Kranke, theils fiebernde,theils fieberlose. Das eigene Gefühl in der Magengegend warganz gemein, aber auch sehr zweideutig. Merkwürdiger warmir der eben so allgemeine morastige Harn. Sollte das auchwol, dachte ich., wie früher ein Zeichen des urerkranktenPankreas sein? Die Möglichkeit war nicht zu läugnen, alleines war an sich auch nur eine nackte Möglichkeit. Das beobach-tete Nichtheilwirken der Lebermittel erbob diese Möglichkeitzwar noch nicht zur Wahrscheinlichkeit, sie gab ihr aber docheine Schattung der Wahrscheinlichkeit, die mich zwar niebestimmt haben würde, feindliche Mittel zu versuchen, diemich aber wol bestimmte, das unfeindliche Jod zu versuchen.Ich gab die Tinktur, wie ich sie früher bei chronischen undakuten Pankreaserkrankungen gegeben, zu 30 Tropfen tags ingetheilten Gaben, und siehe! das Heilmittel war gefunden.Freilich unterschied sich die jetzige Pankreaskrankheit von derfrüher beobachteten in einigen Nebenumständen; jetzt wurdez. B. Leber, oder Nieren, weit leichter consensuell ergriffen,besonders zur Zeit der Besserung des urerkrankten Organs,auch war bei einigen das akute Fieber eine Salpeteruraffektiondes Gesammtorganismus, mithin die Krankheit eine vermischte:das sind aber doch nur Kleinigkeiten, in welche man sich baldfindet, wenn man nur das urerkrankte Organ und die Naturseiner Erkrankung kennet.

Zuweilen trifft es sich auch, dass bei einem Morbo sta-tionario, dessen Form und Wesen wir gut kennen, in einemeinzelnen Körper das Wesen dieser Krankheit anders geartetist; bei solchen Ausnahmen von der Regel ist wahrlich guterRath theuer, die Boerhavische Comparalio plurium eodem tem-pore decumbentium simul fällt dann ganz weg. Hier hat mirauch zuweilen die Erinnerung eines ausgezeichneten, bei einerfrüheren epidemischen Krankheit beobachteten Zufalles einenWink gegeben, der dem Kranken zum Heile diente. Einstherrschte als morbus stationarius eine Leberkrankheit, die indem Jahre, wo der zu erzählende Fall sich zutrug, durchBrechnusswasser zu heilen und bald zu heilen war, Bei einem