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einigen Tuberkeln zuschreiben, weil er den mir bekanntenund oft erprobten Lungenmitteln nicht weichen wollte. Ol)er durcli feindliches Angreifen des Gesammtorganismus zuheilen sein würde, mochte ich nicht versuchen; denn im Fallemeine Vermuthung hinsichtlich der Tuberkeln gegründet gewe-sen wäre, hätte ich diese, mit denen sie zu einem hohen Altergelangen konnte, durch einen indirekten, antagonistischen Heil-versuch in Eiterung setzen können. Ich sagte ihr, da sieein verständiges Mädchen war, unverhohlen, dass ich es füreine Gewissenssache halte, ihre jetzt gute Gesundheit blossdes Hustens wegen, durch einen feindlichen Heilversuch muth-willig auf die Schanze zu stellen.
Den 18. November 1834 kam sie, nachdem ich sie langenicht gesehen, zu mir, um noch einmahl über den Hustenzu sprechen. Sie war jetzt wirklich eine nette, appetitlicheMaid geworden, die keine Spur von Kränklichkeit mehr ansich hatte. Kräftig musste sie auch wol sein, denn sie war,von einer Freundinn begleitet, zu Fusse hierhin gekommen,ging auch wieder zurück, machte also den Tag reichlich siebenWegstunden. Nachdem ich ihr über ihren Husten alles ge-sagt, was ich als ehrlicher Mann sagen konnte, ihr ein Re-zept verschrieben, und sie nun im Begriff stand, aufzubrechen, hobsie auf einmahl an: der Tausend! da hätte ich beinah vergessen,Ihnen etwas Seltsames zu erzählen, welches mir heute auf demWege begegnet ist. Ich hiess sie gleich, sich setzen und ihre Er-zählung beginnen; die also lautete. Fast ein Jahr vor demFieber, an welchem sie und die Mutter krank gelegen, habesie eines Sonntages Rindssuppe gegessen; da die Suppe nichtsehr heiss gewesen, sie also schnell gegessen und währenddes Essens geplaudert, sei ihr etwas Scharfes in die Luftröhregekommen, welches beim Durchgehen sie brav geschmerztund ihr einen erstickenden Husten verursachet habe. Aerzt-licher Rath sei gegen diesen Husten, der sie seitdem immergeplagt, nicht gesucht, er sei auch durch die Zeit minder,und sie daran gewöhnt worden. Da ich sie zuerst besucht,habe weder sie selbst, noch ihr Vater daran gedacht, mir dieseKleinigkeit zu erzählen; überhaupt sei dieselbe durch dasspäter erfolgte Fieber und durch die nachherige Krankheit