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2 (1847)
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535
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nämliche Schreckkur, in einem Findelhause viele epilep-tische Kinder auf ein Mahl geheilt, ist jedem bekannt.

Hinsichtlich aller psychischen Ileilversuche bemerkeich Folgendes. Sie sind, wie alle antagonistische Kuren,unsicher. Zuweilen heilen sie wirklich gründlich die Ur-organerkrankungen, zuweilen lindern sie dieselben bloss,und zuweilen ist das vermeintliche Heilen der Krankheitbloss ein Unterbrechen derselben. So werden z. B. inunserer Zeit die religiösen Heilversuche des Fürsten vonHohenlohe in manchen Fällen wo! wirklich Organerkran-kungen gehoben haben, aber in vielen sind sie unwirksamgeblieben, und in anderen haben sie bloss die Erkrankungauf kurze Zeit gemindert, oder unterbrochen. Der letztenThatsaclie schreibe ich es vorzüglich zu, dass Leute, dieanfänglich ein solches Triumphgeschrei erhoben als seiunser Heiland wieder auf Erden erschienen, bald daraufziemlich kleinlaut und endlich ganz stumm wurden. Dasseine leise Einwirkung auf den Geist die hervorstechendenZufälle der Erkrankung eines Organs, selbst bei einertödtlichen Krankheit, ja nahe vor dem Tode, auf kurzeZeit beseitigen könne, beobachtete ich einst vor dreissigJahren, und die Erzählung des Falles wird dem Leserwol einige Unterhaltung gewähren. Fräulein 77t. v. M.,die nächste Verwandte meiner Frau, war einige Wochenbei mir zum Besuch. In der Zeit bat sie mich oft, siedoch einmal zu besuchen. Da ihre Aeltern Besitzer einesüberrheinischen Rittergutes waren, welches eine treffliche,besonders an grossen Hechten reiche Fischerei hatte, sosagte ich ihr scherzweise, ich werde unter der Bedingungkommen, dass sie mich dort mit einem recht grossenHechte aze. Dieser Fischscherz wiederholte sich nunmehrmals, denn so oft sie von dem Besuche sprach, sprachich von dem Hechte.

Mehre Monate nachher fällt es mir einmahl ein, meinVersprechen zu erfüllen, ich setze mich also gleich zuPferde und ziehe dem Rheine zu. Jenseits frage ichauf der Landstrasse einen mir begegnenden Mann, welchenWeg ich nach dem Gute B * * einschlagen müsse. Der