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nicht auf dem rechtem Wege. Auch muss man bei dem Probe-gebrauche nicht versäumen, täglich die Mischung des Harneszu untersuchen. Ich habe in dem vorigem Abschnitte diesesKapitels gesagt, dass bei Eisenaffektion der Harn nicht immerlaugensalzig, sondern auch oft sauer sei. Nimmt man nun,aus Mangel unterscheidender Zeichen, eine solche Eisenkrank-heit für Kupferkrankheit, so wird man sehen, dass in zweioder drei Tagen der Harn bei dem Gebrauche des Kupferslaugensalzig wird. Man muss, sobald man das gewahret, gleichdas Kupfer fahren lassen und zu dem wahren Heilmittel, demEisen greifen.
Bei dem Gebrauche des Kupfers kommt auch, wie beimSalpeter und Eisen, die Zeit in Betracht. Es gibt Zeiten,wo Kupferkrankheiten (einfache oder gemischte) häufiger vor-kommen als zu anderen Zeiten. Siehet man das, so gehetman weit leichter in dem Einzelfalle zum Probegebrauch über,als wenn man es nicht siehet. Aber, wie gesagt, zu keinerZeit beobachtete ich bis jetzt, dass die Mehrzahl der vorkom-menden Kranken an Kupferaffektion litten, wiewol die Zahlderselben zuweilen so gross war, dass ich ein wahrer Narrhätte sein müssen, wenn ich diese Erscheinung einzig auf dieIndividualität der also ergriffenen Körper hätte schieben wollen.
Die mit dem Kupfer hinsichtlich seiner Heilwirkung ver-wandten Mittel sind: die verschiedenen Aether, Wein, Brannt-wein, gewürzhafte Mittel und destillirte balsamische Oele. AmEnde dieses Abschnittes werde ich mehr von diesen Verwandtensagen; jetzt würde es mich zu weit von der Hauptsache ab-führen. Es gilt von diesen Verwandten, was ich von den Eisen-und Salpeterverwandten gesagt; manche derselben mögen nebenihrer Universalheilkraft noch eine eigene Organheilkraft be-sitzen, und in vielen Fällen mag ihre wohlthätige Wirkungvon den Aerzten gut und vorgläubig der ersten zugeschriebensein, da sie doch vielleicht einzig von der anderen abgehangen.Hier ist noch ein weites Feld, nützliche Entdeckungen zumachen; aber freilich nicht hinter dem Schreibtische sind siezu machen, sondern mit grossem Fleisse und mit grosserMühe am Krankenbette. Ich rathe auch wohlmeinend dem,der aus Wissbegierde diese Untersuchung übernehmen wollte,