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2 (1847)
Entstehung
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326
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ich einfältig durch mässige Gaben Branntwein. Bei einigentrat den vierten, oder den dritten Tag nach dem Säuregebrauchder Durchlauf nicht ein, aber aucli bei diesen, welche wahr-scheinlich minder reizbare Därme hatten als andere, war derspäter ausgeleerte Darmkotli grün gefärbt. Es wird also woldie Schwefelsäure, in grosser Menge mit der Galle gemischt,aus dieser die grüne Farbe niedergeschlagen haben.

Wurde ich zu einem Kranken im späteren Zeiträume ge-rufen, der schon Petechien hatte und schon so schwach war,dass er sich nicht mehr im Bette aufrichten konnte, so gabich diesem gleich, neben der reichlichen Schwefelsäure, stünd-lich einen Löffel voll Branntwein. Das Geistige, mit dergrossen Menge saurer Brüh im Magen vermischt, konnte wolnicht als heftiges Aufregungsmittel wirken, sondern bloss denMagen mit der Säure befreunden.

Wurde ich im späteren Zeiträume zu einem Kranken ge-rufen, der schon den stinkenden, bei diesen Fiebern gemeinenDurchfall hatte, so suchte ich diesen, welcher bekanntlichFieber und Schwäche augenscheinlich vermehrt, möglichst baldzu hemmen, und erreichte selbigen Zweck durch das Extraktder Mimosa Catecku zu einer Unze für die Taggabe. Die Säuremusste aber immer die Hauptsache bleiben, und nach Um-ständen auch etwas Branntwein nebenbei gereicht, oder derSäure zugemischt werden. Der Durchlauf hörte bei dieserBehandlung gemeinlich innerhalb vier und zwanzig Stundenauf. Drei oder vier Tage nachher erschien aber ein andererDurchlauf, nämlich, der durch die Schwefelsäure bewirkte.Dieser unterschied sich von jenem ersten symptomatischendurch die grüne Farbe des Kothes und durch die unstinkendeMischung.

Wurde ich zu Leuten gerufen, welche schon stark irre-redeten, oder sehr schlafsüchtig waren, so gab ich hier eben-falls, nebst der reichlichen Schwefelsäure, etwas Branntwein,auch wol etwas Kampfer, weil ich mir irrig vorstellte, letzterwirke wohlthätig auf das Gehirn. Er war mir aber nur Neben-mittel, welches ich bloss in solchen einzelnen Fällen reichte,weil ich mich auf einmahl nicht ganz von dem schulrechtenTränt losmachen konnte.

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