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such machte ich den 17. April, den letzten den 1. Juni. Beidiesem fand ich sie so, dass ich erklärte, es sei weiter un-nöthig, sie zu besuchen. Den 10. Juni führte mich, da ichzu einem anderen Kranken ging, der Weg ihrem Hause vor-bei, ich sprach bei ihr ein und es war noch von keiner Wieder-kehr der Milchabsonderung die Rede. Also nach dem 10.Juni ist erst die Milch wieder erschienen; den Tag, wanndieses geschehen, habe ich mir nicht bemerkt, es tliut auchnichts zur Sache. Ich war aber wirklich etwas erstaunt, dader Ehemann mir dieses berichtete und meine Meinung hörenwollte, was bei dieser seltsamen Erscheinung zu thün sei.Die ehrlichen Leute hatten aber schon das beste gethan, wasich ihnen rathen konnte, sie hatten die Brüste von Zeit zuZeit so viel durch Saugen entleeren lassen, dass eben dielästige Spannung gemindert wurde.
In jener Zeit, da die Aerzte allenthalben Milchablage-rungen sehen wollten, würden die Abszesse in der erzähltenGeschichte auch wol unter diese Kategorie gebracht sein; soviel ich aber sehen konnte, enthielten sie nicht Milch, son-dern gesunden Eiter, echt von Farbe und Geruch.
Die Vorschrift zu dem altmodischen Pflaster, welchesmanche andere Pflaster und Salben entbehrlich macht, welcheszwar nicht in allen Uebeln, bei denen man Pflaster gebraucht,hilft, aber doch gewiss in gar vielen, habe ich in dem Nach-lasse meiner Aeltern gefunden. Es war in meinem Geburts-orte, Hamm, Hauptstadt der Grafschaft Mark, früher sehr inRuf. Ein Feldprediger der dortigen Garnison hatte es alseine besonders nützliche Heimlichkeit mitgebracht und dieVorschrift manchen Einwohnern, worunter auch meine Aelternwaren, mitgetheilt, weshalb es den Namen des Feldpredigers-pflasters führte. Vor 40 Jahren liahe ich es in die hiesigeApotheke gegeben und es hat auch hier vielen Beifall gefun-den; es wird unter dem sehr beh^ltbaren Namen Wunder-pflaster verkauft.
Die Vorschrift lautet also:
Zwei Pfund Baumöl und ein Pfund Mennig werden unter