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nuss, oder eines Taubeneies ist. Ich habe den kubischenSalpeter bei der Glossitis eben so heilsam befunden als beider Angina. Ohne Aderlassen, Scarifiziren und Blutegel, hober dieses Zungenleiden bald. Die allgemeine Geschwulst derZunge wich zuerst; war dieses geschehn, so konnte man ineiner Seite die entzündete Stelle ganz deutlich wie einen Ballfühlen. Dieser wurde dann gar bald weicher und kleiner, unddas ganze Zungenleiden, zusammt dem Fieber, war in einemZeiträume von vier Tagen gehoben. Uebrigens habe ich, weilin den Fällen, die ich behandelt, die Geschwulst schon be-deutend war, den kubischen Salpeter zu einer halben Unzein vier und zwanzig Stunden gegeben. Ich bin einst zu einemLandmann gerufen, bei dem die Entzündung schon in Eiterungübergegangen war, der Abszess barst nämlich schon am fol-genden Tage. Der Mann hatte wirklich grosse Unbequem-lichkeit von diesem Zufalle, und seine Frau glaubte, er werdesterben; es war aber nicht die geringste Gefahr dabei, dennnachdem der Abszess geborsten, war die ganze Sache abgethan.*)
Laryngitis. Diese habe ich, so lange ich den kubischenSalpeter kenne, nie zu behandein gehabt, ja ich habe so langeich lebe nur einen einzigen Fall der Art, vor ungefähr 36Jahren bei einem fünfzigjährigen Manne gesehen. ReichlichesAderlassen, Blutegel, Quecksilber, (damahls meine einzigenWaffen) waren nicht mächtig genug, ihn zu retten; er erlebtekaum den dritten Tag. Das Uebel war wirklich furchtbar,die Beängstigung, mit abwechselndem, geringem, unvollkomm-nem Nachlasse, ungeheuer, so dass der Kranke nicht im Bettedauren konnte; dabei ein Ton des Hustens, der dem Toneeines am Croup leidenden Kindes ähnlich war.
Uebrigens bemerkte ich bei Lungenaffektionen mancherleiArt oft genug einen mehr oder minder schmerzhaften Zustanddes Luftröhrenkopfes, der selbst durch äusseren Druck ver-
*) Im Jahre 1838 kam mir der zweite Fall einer Zungenentzündung vor,die, da man meine Hülfe ansprach, schon im Abszediren begriffen war.Die Oeffnung des Abszesses erfolgte bald, und auch hier war nichts Be-denkliches bei der Sache, obgleich die Kinder der siebzigjährigen Krankenden Tod derselben für unabwendbar hielten.