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2 (1847)
Entstehung
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Von dem angeblichen Vater der iatrochemischen Sekte,von dem zweifelhaften Hermes, weiss ich nichts zu sagen, weilich dessen Schrift nie habe auftreiben können. Aus einerStelle derselben aber, die ich in Bechers Physica subterraneagefunden, muss ich wol schliessen, dass das Deutlichschreibenauch eben seine Sache nicht gewesen. Hätten die Iatroche-miker über ihre Universalmittel deutlich geschrieben, so hättensie dieses nicht thun können, ohne ihre ganze Heillehre zuoffenbaren. Ich habe aber im ersten Kapitel gezeigt, dass derdainahlige unbillige, verfolgende Zeitgeist jeden klugen Mannvon dem Deutlichschreiben abmahnen musste. Die rätsel-haften, dunklen Andeutungen Hohenheims über die Universal-mittel mögen allerdings wol die Forschbegierde mancher Leseraufgeregt haben; es konnte aber auch nicht fehlen, dass dieAuslegung jener dunkelen Andeutungen ganz verschiedenartigausfallen musste, je nachdem die Verstandeskräfte der Leserund ihre ärztliche Erfahrenheit verschieden waren. Daher fin-det man bei den Paracelsisten hinsichtlich der Universalmittelsehr abweichende Ansichten, und es kann immer möglich sein,dass die eigentlichen Chemiker, die nur zuweilen ein wenig inder Medizin pfuschten, und die man, obschon sie Doktorender Medicin gewesen sein mögen, nicht mit gutem Gewissenzu den scheidekünstlerischen Geheimärzten zählen kann, ganzirrige Begriffe von den Universalmitteln gehabt haben, indemdie Erfahrung ihre Begriffe nicht berichtigen konnte*).

Zu dem wahren Begriffe, den die eigentlichen Iatroche-miker, namentlich Paracelsiis, von den Universalmitteln hatten,kann nur der gelangen, der den erkrankten Menschenleib selbstbeobachtet, selbst zu heilen versucht. Diese Selbstbeobachtungmacht ihm manche Aeusserung Hohenheims deutlich, und zwarso deutlich, dass er hintennach erstaunt, jene Aeusserung nichtgleich verstanden zu haben. Ueberhaupt waren HohenheimsSchriften für Beobachter der Natur, für Selbstforscher berech-net, nicht für galenistische Büchergelehrte. Den letzten musstensie immerdar dunkel bleiben, indess sie gerade durch ihre ge-

*) Darum sind jedem, der sich mit der wahren Lehre der geheimärztlichenSekte bekannt machen will, die Schriften der Paracelsisten fast ganz nutzlos