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Alumina olei'nica. — Alumina sulfurica.
Alumina olei'nica.
Alumina olei'nica, Ölsäure Thonerde (Alaunerdeseife), so nenntP uscher diedurch Misehung einer Thonerdesulfatlösung mit einer dünnen kochend-heissen Seifenlösung als Niederschlag abgeschiedene fettsaure Thonerde.Mit Wasser ausgewaschen und dann ausgetrocknet bildet dieselbe eine trans-parente Masse, welche in Terpenthinöl löslich ist und damit einen guten glän-zenden Lack oder Firniss giebt. Die hiezu am besten sich eignende Seifesoll eine gelblich gefärbte, harzhaltige Kernseife sein. Der Firniss soll be-sonders zum Ueberziehen metallener Gegenstände dienen.
Zeuge, welche man zuerst mit Thonerdesulfatlösung tränkt und dannein Seifenbad passiren lässt, werden wasserdicht. Solche wasserdicht ge-machte Leinwand oder Baumwolle hat mau als Unterlagen für Kranke em-pfohlen, es ist aber davon abzurathen, denn sie wirken auf die Haut brennendund juckend.
Alumina sulfurica.
Alumina sulfurica, Thonerdesnlfat, schwefelsaure Thonerde (AI 2 0 3 , 3SO 3 +18 HO = 333,4 oder A1 2 (S0 4 ) 3 + 18H 2 0 = 666,8).
I. Alumina sulfurica eruda, rohes Thonerdesulfat, concentrirter Alaun, in
den Preiscouranten der Droguisten gewöhnlich nur als Alumina sulfuricaaufgeführt, bildet durchscheinende, weisse oder gelblichweisse, formlose, kry-stallinische Massen, gewöhnlich daumdicke viereckige Platten, in 2 — 3 Th.kaltem Wasser löslich, damit eine saure, stark styptisch schmeckende Lösunggebend. Dieses Thonerdesulfat wird meist aus Kryoliththonerde im Grossendargestellt.
In der Veterinärpraxis, zu Bädern und zur Darstellung anderer Alaun-erdeverbindungen ist das rohe Thonerdesulfat ein geeigneteres Material als derAlaun. 75 Th. entsprechen circa 100 Th. Alaun.
Prüfung. Das rohe Thonerdesulfat enthält durchschnittlich 50 Proc.wasserleeres Thonerdesulfat oder 14—15 Procent Aluminiumoxyd, ferner 1—4Proc. Kali- und Natronsulfat und 46 — 48 Proc. Wasser. Für manche Ver-wendung in der Technik (Färberei, Papierfabrikation) darf es keine freieSchwefelsäure enthalten. Zur Erforschung dieser Verunreinigung löst mancirca 10,0 des Sulfats in einer 3 — 4fachen Menge destillirtem Wasser, setzt0,05 Ultramarin, Thonerdeultramarin, hinzu und schüttelt öfters um. Trittinnerhalb einer halben Stunde keine Entfärbung des Ultramarins ein, so warauch keine freie Säure gegenwärtig. Oder man versetzt (nach G ieseke ) dieverdünnte Lösung des Salzes mit einigen Tropfen Blauliolztinctur. Es ent-steht eine tief violettrothe Färbung, wenn das Salz frei von freier Säure ist,dagegen eine schwach bräunlichgelbe Färbung (Holzfarbe), wenn das Salzfreie Säure enthält. Das zu pharmaceutischen Präparaten verwendbare Salzmuss völlig frei von Eisen sein. Seine wässrige Lösung darf mit Galläpfeltinkturversetzt keine blauviolette Farbenreaction geben. Das aus Kryolith-Thonerdebereitete Salz ist gewöhnlich auch eisenfrei.