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Alcea.
Extra du in Graminis, (jneckenextraet, Graswurzelextraet (PharmacopoeaeGermanicae). 1 Th. der zerschnittenen trocknen Quecken würzet wirdmit 6 Th. heissem Wasser übergössen und nach sechsstündiger Digestionder Colatur unterworfen, die Colatur aber sofort bis zur Syrupdicke einge-dampft. Dieses Extract wird nach dem Erkalten in der vierfachen Mengekaltem destillirtem Wasser gelöst, filtrirt und dann zu einem etwasderben musförmigen Extract eingedampft. Da der Auszug aus der Graswurzelviele Stoffe enthält, welche leicht in Gährnng übergehen, so ist ein ununter-brochener Vorgang in der Darstellung geboten. Ausbeute 26 — 30 Procentder trocknen Graswurzel.
Das Extract ist rothbraun, klar in Wasser löslich, von nur sehr schwachsaurer Reaction und von fadem süssem Geschmack.
Dosis: 5,0—20,0 auf dem Tag in Mixturen und Pillen.
Extrartuin Graminis liquidum, flellago Graminis, (jueekensaft. (Jueckendicksaft.
Eine extemporirte Lösung von 7 Th. Extractum Graminis in 3 Th. de-stillirtem Wasser. Da die Lösung leicht in Gährung übergeht, kann sienicht vorräthig gehalten werden.
Sie wird zu 10,0 — 30,0 auf den Tag in Mixturen oder frischen Kräuter-säften, auch für sich allein gegeben.
Alcea.
I. Alcea rosea Linn ., Synon. Alihaea rosea Ca vanille «, Varietas flori-bus purpureis , eine zweijährige, in Südeuropa heimische, bei uns in Gärtengezogene, in der Gegend von Nürnberg angebaute Malvacee.
Flores Aleeae, Flores Malvae arboreae s. bortensis, Banmmalve, Pappelrose,Stockmalven, Stockrosen. Die getrockneten Bliithen der purpurblüthigen Pappel-rose. Die Blumenkrone mit doppeltem Kelche ist ungefähr 5 Centimeter lang,braunschwarz purpurfarben, malvenartig, mit monadelphischen Staubgefassen,oft gefüllt und dann rosenförmig. Die fünf Blumenblätter der nicht gefülltenBlumenkrone sind schwach gekerbt, breit und flach. Von den beiden Kelchenist jeder einblätterig, sternhaarig - filzig rauh, der äussere tief 6- oder seltener9 - spaltig mit schmalen Lappen, der innere länger und 5 - spaltig mit breiterenund spitzeren Lappen. Der Geschmack ist schleimig und etwas zusammen-ziehend. Die völlig entwickelten Blüthen werden im Juli gesammelt.Andersfarbige Blüthen sind zu verwerfen. 5 Th. frische Blumen geben 1 Th.getrocknete.
Im Handel unterscheidet man Flores Malvae arboreae cum caly-eibus und sine calycibus. Erstere sind die officinellen, letztere giebt manwegen des besseren Aussehens gern im Handverkauf, diese sind auch dieWaare, welche zum Färben des Weines allein Anwendung finden.
Bestandtheile sind Schleim, Farbstoff und etwas eisenbläuender Gerbstoff.
Aufbewahrung. Kräuterkammer.
Anwendung. Die Stockrosen sind ein schleimiges demuleirendes Mittel,welches im Aufguss zum Gurgeln bei leichten Halsaffectionen gute Dienste