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1 (1876)
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Acacia Gummi Arabicum.

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Aufbewahrung: In Kästen oder auch Glas- oder Steinzeuggefässen an einemtrocknen Orte; das Pulver zieht in feuchter Luft Feuchtigkeit an und backtzusammen.

Bestandtheile : Das Arabische Gummi besteht aus durchschnittlich 80 Proc.Gummisäure oder Arabinsäure (auch Ar ab in genannt), 3 Proc. Kalkerde, Spu-ren Kali und Magnesia und 17 Proc. Wasser, es ist also ein saures Kalkgum-mat. In der Asche der nicht farblosen Gummiarten findet man grössere oderkleinere Mengen oder Spuren Eisenoxyd und Kieselsäure. Die bei 100° getrock-nete Gummisäure (C 24 H 20 O 20 + 2 HO) verhält sich gegen Lösungsmittel wie dasGummi, lenkt den polarisirten Lichtstrahl nach links (36°), verliert bei 120150° C. ihr Hydratwasser und wird in Wasser unlöslich (Metagummisäure,Paraarabin). In starker Hitze zersetzt sie sich wie andere Kohlehydrate. Durchkochende verdünnte Salpetersäure wird sie hauptsächlich in Schleimsäure (Dex-trin in Oxalsäure) verwandelt. Verdünnte Schwefelsäure verwandelt sie in derKochhitze in Glykose (Dextrose). Die Lösung in Wasser reagirt schwach sauerund setzt im verdünnten Zustande unter Bildung von Essigsäure Schimmel an.Mit Blei, Eisen und Kupfer bildet sie unlösliche Salze, mit den Alkalien undalkalischen Erden lösliche Salze, welche in der Wärme ausgetrocknet ihre Lös-lichkeit in Wasser einbtissen, dieselbe aber durch Kochen in Wasser wieder er-langen. 4 Th. der Gummisäure bilden mit 1 Th. Borax in concentrirter Lö-sung eine Gallerte, welche durch Zucker oder weinsaure Alkalisalze flüssig wird.Aus einer concentrirten Gummilösung, welche mit Salzsäure sauer gemacht ist,fällt Weingeist die Gummisäure aus.

Das Gummi unterscheidet sich von Dextrin und Leim durch das Unlöslich-werden durch Austrocknen im Oelbade (bei 150°), durch die Indifferenz seinerLösung gegen Gallusgerbsäure (Leim wird gefällt). Wenn man circa 6 CC. einerdünnen Gummilösung mit 56 Tropfen Ammonmolybdänatlösung und 2 Tropfenreiner Salpetersäure versetzt und aufkocht, so erfolgt bei reinem Gummi keineFarbenreaktion, bei scharf ausgetrocknetem Gummi oder sehr alter Gummilösungeine bläulich schillernde Flüssigkeit, bei Gegenwart von Dextrin eine mehr oderweniger gesättigt blaue Flüssigkeit ( Hager ). Oxalsäurelösung trübt Gummi-lösung milchig (Dextrinlösung nicht). Concentrirte Gummilösung mit wenig Ferri-chloridlösung versetzt gelatinirt und ist die Gallerte durch Schütteln in Wassernicht löslich (Dextrinlösung gelatinirt nicht). Ein Gemisch aus Gummi- undDextrinlösung gelatinirt auf Zusatz von Ferrichlorid, die Gelatine lässt sichdurch Schütteln mit Wasser zertheilen, theils löst sie sich und setzt die Gummi-verbindung dann weisslich trübe ab. Gegen Jod verhält sich das Gummi in-different, nicht immer dagegen das Dextrin des Handels.

Verfälschungen sind hauptsächlich bei den Gummisorten in Form kleinerKörner beobachtet. Ein Verfälschungsmittel ist Dextrin und besonders durchSchwefligsäure gebleichtes Gummi. Zur Entdeckung beigemischter Dextrin-körner übergiesst man 20 30 Körner in einer Schale mit flachem oderebenem Boden mit einer Mischung gleicher Volume Ferrichloridflüssigkeit von1,4801,484 spec. Gew. und destillirten Wassers, so dass die Stückchengerade davon bedeckt sind, benetzt sie vollständig durch sofortiges Umrührenund stellt eine Minute (nicht länger) bei Seite. Dann findet man, wenn mandie Flüssigkeitsschicht durch schnelle Neigung des Gefässes in Bewegung setzt,die Gummikörner an den Boden des Gefässes angekittet, nicht aber dieDextrinkörner. Dextrin in einer Gummilösung wird nach den obigen Angabenaufgefunden.

Die Lösung von Gummi, welches durch Schwefligsäure gebleicht ist, kannentweder mit Chlorbaryum eine weisse Trübung geben oder durch verdünnte