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1 (1876)
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6 Absinthium Acacia Gummi Arabicum.

köpfchen sind nickend, kugelig und liaben einen glatten Bliitlienboden; dieletzten Lappen der doppelt fiederspaltigen Blätter sind linienförmig; der Ge-schmack ist minder bitter als beim Wermuth, der Geruch angenehm aromatisch.

III. Herba Absinthii alpini, Herba Genippi albi, weisser Genipp , wird ent-nommen von: Artemisia Mutellina Vill. , A. glaciälis Linn., A. spicataWulf , auf den hohen Alpen der Schweiz heimischen Artemisiaceen, von kleinemBau und mit kleinen Blättern. Der Geruch ist aromatisch, der Geschmackaromatisch bitter. Der weisse Genipp wird zur Bereitung von Aquavit, be-sonders des Schweizer Absinths verwendet. Nicht officinell.

Acacia.

A. Acacia tortilis Hayne, Acacia Seyal Demle, Acacia Ehrenber-giana Hayne und einige andere bäum- und strauchartige Acacienarten in Ara-bien, Egypten, Libyen, Nubien, Ivordofan etc. liefern durch Ausschwitzung ausder Rinde in Wasser lösliche und damit klebende Schleime ausgebende, in Wein-geist unlösliche Substanzen, welche man mit Gummi bezeichnet hat. NachFremy ist Gummi säure der Hauptbestandtheil der in Wasser löslichen, Me-tagummisäure der in Wasser nicht löslichen Gummata. Es giebt mehrere Gum-misorten von verschiedenem Werthe, wie Arabisches Gummi, Senegalgummi, Ga-lamgummi etc.

I. Gummi Acaeiae, Gummi Arabicum, Gummi Miiuosae, Arabisches Gummi, Mimosen-gummi (von Acacia tortilis Hayne, A. Seyal Delile , A. Ehrenbergiana Hayne)wird tlieils über Bombay, meist über Cairo und Alexandrien nach Europa ge-bracht und hier sortirt. Die Sorten unterscheidet der Drogist als Gummi Ara-bicum albissimum oder electum Ia, IIa, lila fein gesiebt, Illb naturell.Nur die beiden ersten Sorten Ia und IIa sind für den pharmaceutisch-medici-nischen Gebrauch verwendbar, die übrigen Sorten, gewöhnlich von blassgelb-licher Farbe, finden nur eine technische Verwendung. Das wurmförmig gestal-tete Salabredagummi scheint dem Arabischen Gummi verwandt.

Das officinelle Gummi Arabicum bildet meist fast oder ganz farblose, rund-liche, seltener eckige, leicht zerbröckelnde Stücke von verschiedener Grösse,welche, von zahlreichen Rissen und zarten Spalten durchsetzt, weiss er-scheinen und glasglänzende, flachmuschlige, gewöhnlich i r i s i r e n d e und durch-scheinende Brucliflächen aufweisen. Es ist geruchlos, von fadem schleimigen Ge-schmack, nicht hygroskopisch, leicht zu pulvern und in jedem Verhältnisse voll-ständig löslich in Wasser, löslich in 22 Th. 45procentigem Weingeist, unlöslichin 90proc. Weingeist, Aether, Oelen etc. Seine wässrige Lösung wirkt nur sehrlangsam bläuend auf Guajaktinktur. Spec. Gew. 1,401,45.

Pulverung. Das Gummi wird, von dem anhängenden Staube durch Ab-sieben befreit, einen Tag in einer 30° C. nicht überragenden Wärme getrock-net und dann in ein mittelfeines Pulver verwandelt. Eine länger einwirkendeoder stärkere Trockenwärme verwandelt einen Theil des Gummis in das inWasser unlösliche Metagummi und macht es zur Verwendung bei Oelemulsionenuntauglich. Die geringe Trocknung bezweckt die Darstellung eines sehr weissenPulvers.