KUPFER
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roch zeigt (Journ. des conalss. med. Avril 1834). HMfsmittel bei Kn-p ferver gi f tu n g. Ein Brechmittel, oder viel lauwarmes Wasser, viellaue Milch, — die Magenpumpe, um das Gift zu entleeren; ist diesesschon tiefer in den Darincanal gelangt, so lasse man abführen. Nach denAusleerungen Ei weiss mit Wasser, was man als Gegengift auch sogleich an-wenden kann, weil das Kupfer dadurch schon, bei gewöhnlicher Tempera-tur des Ei weisses, gerinnt. Nach Andern statt Eiweiss Milch, schleimig«Klystiere, viel Zucker- oder Honigwasser; doch muss das Zuckerwasser dieTemperatur des kochenden Wassers haben, wenn es das Kupfer gerinnenmachen soll, und Orfila verwirft es als Antidot mit Recht neuerdings ganz.Nach Phiibus auch phosphorsaures Natrum, oder als weniger kräftig Syrup(tassenweise). Eiweiss mit Wasser ist nach den Ausleerungen das bestaGegengift, kann auch sogleich angewandt werden. Braconnot empfiehltneuerdings die Gallertsäure, Werntck (bei chronischen Kupfervergiftungen)die Elektricität; Dumas und Milne Edwardt (s. v. Froriep't Notizen. 182S.Novbr. Nr. 531) das kohlensaure Eisen, Orfila (1. c.) das eisenblausaureKali als Antidot bei Kupfervergiftung; doch sind über diese Mittel noch zuwenig Erfahrungen vorhanden. Um Vergiftungen durch Kupfer zu verhü-ten , sind folgende sanitätspoliceiliche Massregeln zu treffen. Es muss vorder Zubereitung und Aufbewahrung saurer, fetter, öliger, stark gesalzenerSachen, des Käses u. s. w., die, wie oben angegeben, Grünspan entwickeln,gewarnt, besonders muss die Reinigung der kupfernen Gefässe oft empfoh-len werden, die Speisen am allerwenigsten darin aufzubewahren. In Werk-stätten wo Kupfer verarbeitet wird, wie in Grünspanfabriken, müssen diaArbeiter fleissig warm baden, wodurch vielleicht in einer Russischen Grün-spanfabrik, wie Lichtenstädt (in Hecker's Wissenschafll. Annalen 1834. Nov.u. Decbr. S. 257) berichtet, selbst der Meister derselben, ein tüchtiger Che-miker, und die Leute gegen Vergiftung geschützt wurden, obgleich der Meisteröfters Kupfergeschmack im Munde zu besitzen versicherte, auch angab, dassauch an seiner Haut theils unmittelbar, theils durch Reagentien erkennbaresKupfer sitze. Eben so soll es in einer Grünspanfabrik zu Narva sein, diadem Meister der Petersburger gehört. Bei Verzinnung der kupfernen Ge-fässe ist darauf zu sehen, dass dazu kein mit Blei vermischtes sondern Eng-lisches Blockzinn, noch besser Indisches Banka - oder Malacca-Zinn) oderSächsisches Seifenzinn genommen werde, von welchem das erstere höchstensden 876. Theil Arsenik in metallischer Form, das letztere aber, welchesauch auflöslicher, geschmeidig ist, leichter fliesst, gar keinen Arsenik ent-hält. Über die Verzinnung der kupfernen Gefässe sind, nach dem Musterder im Braunschweigischen, in Preussen, Frankreich und Schweden darüberbestehenden Vorschriften, da, wo es wie in Mecklenburg an ihnen nochfehlt, solche noch zu ertheilen, und ist auf ihre Befolgung zu sehen; dieVorschriften sind aber auch auf die Löffel, Durchschläge u. s. w. auszudeh-nen. Besonders zu empfehlen ist der Gebrüder Gravenhorst Anweisung zurVerzinnung der kupfernen, messingenen und eisernen Gefässe mit engl.Zinn. Braunschweig 1796. Das Kupfer darf vor der Verzinnung durchausnicht abgeschabt werden, um es zu reinigen, weil es dadurch zu dünn wird;besser ist es, das Gefäss mit Weinhefen zu scheuern und etwas Scheidewas-ser und Sand vorder Verzinnung, zum Reinigendes Kupfers, /xi nehmen. Es mussauch darauf gehalten werden, dass die Gefässe, wenn die Verzinnung schadhaft ge-worden ist, sich abgenutzt hat, worauf die Dienstboten zu achten haben,sogleich wieder möglichst gut verzinnt werden. Die statt der Verzinnungvon Rinmann und Bindheim (Scherf'8 Archiv d. medic. Policei. Bd. II. S.231. Bd. III. S. 113. CrelVt Chem. Annal. 1784. St. 7. S. 5.) empfohleneEmaillirung oder Glasur muss der Verzinnung nachstehen; TrappmanritVerzinnung aus Eisen und Spiessglanz ( Crell 1. c. 1792) verdient zwar Prü-fung, es sind für sie aber zu wenig Erfahrungen bekannt. Schwerlich Bei-fall möchte das von la Folie vorgeschlagene Überziehen des Kupfers mitZink (Journ. de Phys. Dec. 1778. Oct. 1779) finden. Statt der kupfernenGefässe sind mehr die eisernen zu empfehlen; allein diese schwärzen leicht