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1 (1838) A - K
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KUPFER

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auch Büchner fiber die Wirkung des Kupfers auf den Körper, }n dessenRepertor. f. Pharraacie XXXIII. 337. 1829.) — Das metallische Kupfer ent-wickelt nach Einigen nur in höchst fein gepulvertem Zustande und bei dannlänger fortgesetztem Gebrauch (nach meiner Ansicht aber auch, wegen sei-ner leichten Oxydirbarkeit im Magen ungepulvert), sowie wenn es durchfeuchte Luft in kohlensaures Kupfer verwandelt wird, oder durch Fett,Säuren, Salze und alkalische Substanzen oxydirt und aufgelöst worden ist,giftige Eigenschaften; besonders virös wirken aber die Kupferoxyde undKupferoxydule (diese nach Cliristison nur schwach), am giftigsten dagegennach diesem Arzte die Kupfersalze, nach Einigen auch der Kupferkies, da9Schwefelkupfer, jedoch nur wenn es durch die Luft oxydirt worden ist, sowiekupferbaltiges Fett. Vergiftungen durch Kupfer entstehen auch durch Ge-brauch kupferner Koch-, Ess- und Trinkgeschirre, der Wein- und Essig-gefässe mit kupfernen Hähnen, durch Umgang mit kupferhaltigen Farben(Berggrün, Braunschweigergrün, Grünspan), daher bei Malern, Färbern,Kattundruckeru, am häufigsten aber durch Entwickelung des Grünspans(Oxydirung und Auflösung des Kupfers) in schlecht verzinnten und nichtrein gehaltenen Kupfergeschirren (s. Gefässe in d. Haushaltung),durch saure Weine, Sauerampfer, Sauerkraut, Fett, öl, Möhrrüben, Reis,Zwiebeln, Pfeffergurken und andere mit Essig eingemachte Früchte, wenndiese in kupfernen Geschirren gekocht und zubereitet worden sind, eben soSalzwasser, sauer gewordene Milch (nach Christison fast alle Speisen undGetränke, daher fast alle Säure oder Fett enthaltenden), Arzneien, Alaun-ouflösung, Butter, Talg (nicht Milch, Thee, Bier, Wasser, Kaffee, soauch nicht mit Salz und vegetabilischen Stoffen gekochte Fische und Rind-fleisch, Rüben, Kohl, Kartoffeln), Pflanzensäuren, zumal Essig und Limo-niensyrup, wenn diese Dinge in kupfernen Geschirren appretirt wordenoder erkaltet sind (da sich aber das Kupfer leicht durch seinen Geschmackverräth, so sind plötzliche Vergiftungen auf diesem Wege selten, häufigdagegen die langsame, deren Ursache man nicht erräth); endlich durchBacken von Kupfervitriol unter Brot, wie in Frankreich und Flandern, umdieses in Gährung gu bringen (s. Archives g6ner. de mädecine XXI. 145.XIX. 471. Barruel in Aunales d'hygiene publ. et de medecine leg. S. 342.)durch manche Sorten Eisenvitriol, mit Kupfervitriol bereitete Tinte, durch grünangestrichene Spielsachen, grün gefärbte Lichter, Oblaten und Zuckerwaa-ren. Vergiftungen in Kupferbergwerken sind nur möglich, wenn das Kupferverschluckt wird. Nach Duncan kann auch durch äusserliche Anwendung desKupfers auf Wunden, durch Ritzen mit Stacheln, die mit Grünspan bedecktsind, Vergiftung entstehen. — Symptome der Kupfervergiftun g.Starker, metallischer, kupferiger, Geschmack, Constriction und Trockenheitdes Schlundes, zuweilen trockne, gleichsam verbrannte Zunge, Schmerzen hin-ten im Munde, Aufstossen mit Geruch nach Kupfer, Ekel, zuweilen Wider-willen gegen den Geruch des Kupfers ( Drouard\ , Gelbsucht ( Christisony,von Wilde erst nach dem Tode bemerkt, blaue Flecke in den Augen, con-vulsivisches, anstrengendes Erbrechen von grünen, bittersaureu Massen,die oft mit Blut vermischt sind, ziehende Schmerzen im Magen, heftige Ma-genentzündung, Kolik, Schluchzen, Durchfall mit starkem Stuhlzwange undAbgang schwarzer Excremente, oft Blutabgang, aufgetriebener Leib, con-vulsivische Bewegung der Kopf- und Rückenmuskeln, die oft in Starr-krampf übergeht, tauber Schinerz in den Schenkeln, brennender Durst, auchnach Entleerung des ganzen Mageninhaltes fortdauernder Brechreiz, Urin-beschwerden, kalte Gliedmassen, Gliederzittern, Speichelfluss, Verzerrungder Gesichtszüge, Angst, Brennen in der Brust, Ohnmächten, Irrereden(oft aber auch Bewusstsein bis zum Tode), manchmal Gefühllosigkeit(Cliristison ) und darauf Tod, den nach Orfila Paralyse und Gefühllosigkeitverkündigen. Bei längerer Einwirkung des Giftes (chronischer Kupferver-giftung), nach Einigen bei blosser (doch wol anhaltender wie in Kupfer-bergwerken, Kupferschmelzhütten, bei Kupferverarbeitern?) Berührung desKupfers, ausser den genannten Zufällen noch copiöser Abgang eines trü-