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1 (1838) A - K
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KERZEN — KINDBETTERIN

bungen von Baumöl, von Weingeist mit Liquor ammon. caustlci gemischt.10) Der Maiwurm ( Meloe proscarabaeus), Wirkt wie spanische Flie-gen, jedoch schwächer (s. Spanische Fliegen). 11) Die gefleckteöchaukelfliege, Atlierix maculalus. Sie legt ihre Eier häufig in dieArnica montana und verursacht, wenn diese dann genossen wird, zuweilenHitze, Constriction des Schlundes und Magenkrampf, Übelkeit, .Erbrechen,öfters auch Gastritis. Doch kann auch die Pflanze allein schon in grossenDosen genommen Zufälle von Angst. Beklemmung, Eibrechen bewirken(s. E'allkraut). 12) Der Kellerwurm, Oniscus asellui. Drei Keller-würmer in Branntwein gegen kaltes Fieber genommen, erregten starkes Er-brechen, Leibschmerzen, Gesichtsblässe, Auftreibung des Bauches, Schmerzbeim Uriniren, Unruhe, Angst, bleiches Antlitz. Aderlassen, Blutegel, Öl-emulsionen, Öiklystiere und lleissiges Riechen an Kampher hoben diese Zu-fälle ( IVolff in medic. Zeitung des Vereins für Heilk. in Preuss. 1833.Nr. 47.) 13) Die Lechanawespe in Brasilien. Der Honig dersel-ben ist stets giftig, erregt Ekel, Erbrechen, Betäubung. Auch der Ho-nig unserer Hummeln und wilden Bienen erregt, wenn sie an den Blüthenvon Azalea pontica, Aconit, Andromeda Mariana, oder von an der Vieh-seuche crepirten Thiere gefressen, ähnliche Zufälle, selbst Krämpfe. Ge-genmittel. Viel Essig und Wasser, späterhin ein Brechmittel. 14) DieCochenille, Scharlach wurm, Kermes cacti, Coccus cacti. Sie er-regt nach dem Verschlucken Übelkeit, Erbrechen etc., wogegen anfangsschleimige Mittel dienen, darauf aber eine Kampheremulsion nützlich ist.15) Argas persicus, die giftige Wanze von Miana in Persien.Der Biss dieses Thieres ist äusserst gefährlich, bringt heftiges Fieber her-vor und kann tödtlich werden. In mehreren Dörfern wagt man aus Furchtvor diesen Thieren sich nicht einmal dem Schlafe zu überlassen, den siefast zum gewissen Tode machen. Dr. Traill zeigte in der siebenten Ver-sammlung der British association zu Liverpool ein Exemplar des Thieresvor (s. Blätter f. liter. Unterhaltung 1837 Nr. 321). Die besten Gegenmit-tel sind: Öleinreibungen, innerlich kaustischer Salmiakgeist (s. A cid umcyanicum. (Vergl. A. Ke/erstein, Naturgesch. der schädlichen Insecten.1837. Bd. I.)

Kerzen, turiner, s. Feuersgefahr.

Kind. Über das Alter desselben in rechtlicher Beziehung, sowieüber die Kinderconstitution, vergl. Alter, Constitution.

Kind, neugebornes (reifes, unreifes, rechtmässiges,lebensfähiges), s. Foetus.

Kind, untergeschobenes, s. Identität.

Kindbett, s. Kindbetterin.

Kindbetterin, Wöchnerin, Puerpera. Die Sorge für die Gesund-heit Schwangerer, Gebärender (s. Graviditas u. Partus) und Kindbet-terinnen ist Gegenstand der Sanitätspolicei (s. Wildberg Med. GesetzgebungS. 181 ff.). Sie muss für eine hinreichende Anzahl guter Geburtshelfer undHebammen (3. d.) sorgen und allen ungebildeten, rohen, überhaupt unbe-fugten Personen, die Hebung der Geburten strenge und bei Strafe verbie-ten. Für arme, hülfsbedürftige, zumal unverheirathete Schwangere sindöffentliche Gebärhäuser nöthig (s. d.). Alle jene äussern, Furcht, Angstund Schrecken erregenden Ursachen, die bei Wöchnerinnen so leicht schlimmeZufälle erregen, müssen abgewendet, eswiesene harte Behandlung einerWöchnerin von ihrem Manne oder sonst von ihrer Umgebung muss strengebestraft werden.- Die Kindbetterin darf weder von der Hebamme zu frühverlassen werden, noch darf sie sich selbst zu früh an ihre Geschäfte wa-gen. Die frühen Kindtaufen (die auch leider bei uns in Mecklenburgstattfinden, weil es Verordnung ist, dass jedes gesunde Kind noch vor dem9ten Tage nach der Geburt bei Strafe getauft worden sein muss) sind durch