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1 (1838) A - K
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IMPOTENTIA VIRILIS

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sehr grosso Scrotal- und Wasserbrüche, die durch ihre Grösse, und indemsie den Penis gleichsam einsperren, zum Beischlafe unfähig machen. (8.Metzger's Median. - gerichtl. Abh. Königsberg 1808. Th. XII. S. 167.Schneider in Henke's Zeitschrift. 1832. 4tes Viertelj.-Hft. XVIII) EinTripper kann nie unfähig zum Zeugen machen; das beweist Pyl (Aufs.III. Bd. II. Abschn. Cas. 4), und hat auch mein Lehrer, von Haselberg zuGreifswald, erfahren. Dawson (v. Froriep's Notizen. 1827. No. 362) glaubt,seineil Beobachtungen zufolge, behaupten zu können, dass Männer in demJahre, in welchem sie banquerot geworden sind, selten Vater werden. Ge-räth ein Mann in Noth, so wird die Frau oft plötzlich unfruchtbar undbleibt es; sowie aber die Umstände sich bessern, tritt Schwangerschaft eiD.So vermindern widrige Gerüche oft die Geschlechtslust; manchen brünettenMännern riechen brünette Frauenzimmer oft so brenzlich zu, dass alle Lustzu näherer Vereinigung vergeht, während Blondinen bei den Männern oftSinneslust erwecken. Gleiche Neigungen und Triebe, sowie gleiche Abnei-gungen, gleiches Haar, Teint und Temperament geben oft unfruchtbareEhen (s. Most, Über Liebe u. Ehe. Ste Aufl.). Was die Zeugungsfähig-keit der männlichen Zwitter ( Hermaphroditen ) betrifft, so sind nurdiejenigen hierher gehörigen Individuen zeugungsfähig, bei denen nur dieMissbildung einiger äussern Theile die scheinbare Zwitterform darstellt, de-ren wirkliches Geschlecht aber sich schon aus einer genauen Untersuchungder äussern Geschlechtstheile ergiebt, und sie sind es um so mehr, je we-niger die Gestalt und Grösse ihres Gliedes von der Norm abweicht und jedeutlicher die Hoden entwickelt sind; hingegen sind die geschlechtslosenPersonen, deren äussere Geschlechtstheile so deform erscheinen, dass sichaus der Untersuchung derselben kein bestimmtes Geschlecht erkennen lässt,unfähig zum Zeugen (s. Zwitter). Bei Beurtheilung der einzelnen Fällavon Zwittern ist aber, wegen erfahrungsmässiger und leicht möglicher Täu-schung, grosse Vorsicht nöthig. (Ich erinnere mich eines Falles, wo einBuchbindergesell, der für einen weiblichen Zwitter, obgleich als Mann ge-kleidet und beschäftigt, erklärt war, seinen angeblich langen Kitzler dazubenutzte, ihn in seiner erwachsenen Schwester Scheide zu stecken unddiese schwängerte, also einen Penis und männlichen Samen hatte. Tolt.)Oft sind solche zu begutachtende Individuen, bei scheinbarem Mangel anHoden, Krypsorchiden, wie dies auch wol der eben genannte Buchbin-dergesell war, und Hypospadiäen zugleich und daher zeugungsfähig. InAnsehung der Hypospadiäen, bei denen sich nicht wie gewöhnlich diaHarnröhre in der Eichel, sondern auf der untern Fläche des männlichenGliedes öffnet , gilt in der gerichtlichen Medicin der von Kopp (Jahrbuchder Staatsarzn. III. Jahrg. S. 228 ff. IV. Jahrg.) motivirte Grundsatz;dass die Hypospadiäen, wie ich einen solchen in Pommern gesehen habe,die auch H y pe rspad i ä en genannt werden, wenn sie sonst die übrigenMerkmale der Mannheit besitzen und sich die Öffnung der Harnröhre aneiner Stelle befindet, aus welcher der männliche Samen in die Scheide er-gossen werden kann, zu zeugen im Stande sind, wenn das Glied nur gehö-rig in die Scheide eindringt. Henke fand die Zeugungsfähigkeit unbezwei-felt in einein Falle, wo sich die Öffnung der Harnröhre über einen Zollvon der Spitze des übrigens ziemlich langen Gliedes befand (s. auch Schwei-hard in Hufeland's Journ. XVIII. Bd. S. 8). Auch Metzger (Vermischtemedicin. Schriften. I. Bd. S. 195) hält die Hypospadiäen für zeugungsfähig,glaubt aber, dass die Sache, wegen der Rückwärtsgehung des Samens, im-mer etwas bedenklich sei. Zweifelhaft bleibt die Zeugungsfähigkeit ge-wiss, wenn sich die Öffnung der Harnröhre an der Wurzel des männlichenGliedes (Journal de medecine par Roux. T. XXXVII. Richter '* Chir.Bibliothek. 2ter Bd. 3tes St. S. 83) befindet; geradezu für zeugungsun-fähig muss man aber diejenigen Individuen erklären, deren Harnröhre sichins Mittelfleisch öffnet, oder die oben, auf dem Kücken des Gliedes, durch-bohrt ist (Anaspadie, Anaspadüien). — Die sogenannten Monorchiden(Monarchides), d. b. solche Individuen, die entweder durch Castration,