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1 (1838) A - K
Entstehung
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887
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IDENTITAS

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niclit so grell hervortritt als unter dem heimischen Himmel. Auch sprichtsich der Charakter der Race bei Neugebornen nuch nicht so deutlich alsspäterhin aus, daher der Gerichtsarzt darüber sein Urtheil nie eher abge-ben soll, als bis sich dieser entschieden entwickelt hat. Die orsten Kennzei-chen finden sich an den Wurzeln der Nägel, die, sowie die Genitalien, beiNegerkindern immer schwarz sind. Bei Europäern oder Mischlingen vonletztern und Negern sollen die Nagelwurzelu aber stets weiss sein. Inseltenen Fallen haben Neger in ihrem Lande ganz weisse Kinder erzeugt;hier lag aber eine Krankheit zum Grunde, der sogenannte Albiuismu».Solche Menschen, Kakerlaken, weisse Mohren genannt, findetman häufig an der Goldküste von Guinea. In Deutschland, Polen u. a.Ländern Europas findet zwischen Juden und Christen im Allgemeinen einesolche Verschiedenheit im Äussern statt, dass die Unterschiede leicht sicht-bar werden. Die Eigentümlichkeit des israelitischen Volkes, des VolkesGottes, wie sie sich nennen, ist — was sehr merkwürdig ist — trotz allorVerbreitung desselben unter so vielerlei Nationen des Erdbodens, trotz allerVersuche, sie zu modernisiren und zu Handwerkern, Soldaten, Landwirtheuetc. zu machen, nicht verwischt worden. Fälle, wo über ein angeblichaus einer jüdischen oder christlichen Ehe erzeugtes Kind Zweifel obwalten,gehören nicht zu den Seltenheiten. Hier entsteht die Frage: Unterscheidensich Christen- und Judenkinder schon auffallend in zarter Jugend? Hier-auf antwortet Mende: „In einzelnen B'ällen — sagt er — sieht man diesallerdings wohl, im Allgemeinen aber muss ich diese Frage, nach den vonmir angestellten Beobachtungen, verneinen. Es giebt eine Menge Juden,die überall das orientalische Gepräge nicht mehr an sich tragen (nur Aus-nahmen rechne ich hierher, die namentlich stattfinden unter gebildeten Ju-den: Studirten, Gelehrten, reichen Banquiers; je gemeiner und orthodoxerder Jude ist, desto mehr sein eigentümliches Gepräge; doch giebt es inDeutschland grosse Ärzte und Banquiers, denen das jüdische Antlitz nuddie eigentümliche jüdische Art und Weise der Haltung, Stellung, Geber-den etc. auf den ersten Blick anzusehen ist (nomina sunt odiosal). — Unddies — fährt Mende fort — ist überhaupt auch zu wenig auffallend, alsdass es schon bei zarten Kindern sollte sichtbar werden können. Viele Ei-genheiten der Juden liegen nicht sowol in ihrer ursprünglichen Bildung, alsvielmehr in ihrer Erziehung, in ihrer Lebensart und ihren Sitten begründet,und sie können sich daher bald nach der Geburt unmöglich zeigen. Ent-wickelten sich späterhin an einem, vorgeblich aus einer christlichen Eheentsprungenen, jungen Menschen alle Eigentümlichkeiten eines Juden, undhätte dagegen ein vermeintlich von jüdischen Eltern abstammender garnichts davon an sich, so würde dies allerdings einen Verdacht begründen,der vielleicht zu einer weitern Untersuchung die Gelegenheit geben, an undfür sich aber durchaus noch zu keinem Beweise dienen könnte." — Sollte überMischlinge, d. h. über Kinder, die von zwei verschiedenen Racen ab-stammen, rechtliche Nachfrage entstehen, so hat der Gerichtsarzt Folgen-des zu berücksichtigen: Fast immer sehen wir — sagt Mende — solcheVerbindungen zwischen einein Mohren und einer Europäerin, oder, wa3freilich noch seltener ist, zwischen einem Europäer und einer Mohrin. DieKinder, die daraus entspringen, heissen Mulatten. Aus gemischten euro-päischen und indischen Ehen entspringen Mestizen, und aus europäischenund amerikanischen Mammelucken. Die meisten zeigen in ihrer Bildungeine Mischung der Eigentümlichkeiten beider Eltern. Ihre Hautfarbe ist,besonders in Deutschland, anfangs zwar von dem des europäischen Kindesnicht sehr auffallend verschieden, sehr bald aber wird sie grauschwärzlich,gelblich und bräunlichgelb. Die Gesichtszüge sind gemischt, die Haare ha-ben gleich nach der Geburt nichts Bezeichnendes, die Regenbogenhaut aberist dunkelbraun, und um den Nabel und um die Geschlechtsteile zeigt sichdie der dunklern Race eigentümliche Färbung. Uber Mulatten, die in uu-serm Vaterlande zur Welt kommen, haben wir wenigstens ein paar genaueBeobachtungen, deren Resultate hier ctwii3 ausführlicher angegeben zu