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1 (1838) A - K
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HYSTEROTOMIA "

liehe Weise geborne Frucht (s. Mende a. a. O. Th. 4. S. 711). 5) BeiGraviditas extrauterina, besonders da, wo durch einen Riss der Gebärmut-ter das lebende Kind in die Bauchhöhle getreten, ist der Bauchschnitt (na-türlich ohne Gebärmutterschnitt) in der Regel nothwendig. (S. Baudelocquein Recueil periodique de la societe de Med. de Paris. T. V. No. 25. Au-gustinus Archiv d. Staatsarzneikde. 1803. Bd. 1. St. 2. S. 203.) Baude-locque (a. a. O.) sammelte viele Fälle von Kaiserschnitten, woraus das Re-sultat hervorgeht, dass die Zahl der geglückten zu den missglückten Fällensich wie 37 : 56 verhält. 6) Über den Kaiserschnitt an Todten schrieb imJahre 1829 L. F. Reinhardt unter Rieche's Präsidium eine Inauguraldisser-tation, wovon ein Auszug in Henke's Zeitschr. f. St.-Arzneikde. 1830.Heft 4. S. 456 mitgetheilt worden ist. Thatsache ists, dass eine Fruchtwirklich die Matter einige Zeit überleben könne. ^Beweise dafür sind:sichtbare Fruchtbewegungen, die man am Bauche verstorbener Hochschwan-gern noch mehrere Minuten nach deren Tode bemerkt hat; die That-sache, dass ein Kind, welches in den Eihäuten völlig eingeschlossen gebo-ren und, obgleich es nicht athmete, auch von der Mutter keine Säfte er-hielt , dennoch 10 Minuten und länger kräftig gelebt hat, wovon Harvey,Wrisberg u. A. Beispiele mittheilen. Ferner hat man aus allen Zeiten Bei-spiele, dass die Natur ohne alle Kunsthülfe nach dem wirklichen Tode derMutter die Frucht noch durch die natürlichen Geburtswege ausstiess, unddass, wenngleich sehr selten, solche Früchte lebten und lebensfähig waren,worüber Reinhardt Fälle mittheilt. Gar nicht selten sind die Fälle, wonach einem gewaltsamen unbezweifelten Tode Hochschwangerer die Früchteerst später lebend aus dem Mutterleibe genommen worden. Reinhardt ziehtaus seinen Untersuchungen folgende Resultate: a) Die grösste Hoffnung fürdie Erhaltung des Kindes hat man, wenn dis ganz geäunde Mutter durchäussere Gewaltthätigkeit plötzlich stirbt. Unter 12 solchen Fällen fand manlOmal das Kind lebend und lebensfähig, selbst wenn die Operation erstnach 12 Stunden und später gemacht wurde. b~) Der Tod erfolgt durch indem Körper der Schwangern begründete Ursachen, z. B. durch Mutter -blutflüsse, zumal wegen Placenta praevia (s. Nachgeburt). Un-ter 15 Fällen von solcher Verblutung wurden 11 Kinder todt extra-hirt und nur 4 gaben eine kurze Zeit (nie über 10 Minuten) Le-benszeichen von sich; oder durch Ruptura uteri, vor oder wäh-rend der Geburt, wo in 6 Fällen 2 Wendungen und 4 Kaiserschnittegemacht wurden, sämmtliche Kinder aber nur todt zur Welt kamen;ferner: tödtliche Erschöpfung der Lebenskräfte, meist inFolge zu anhaltender Geburtsarbeit oder angreifender Zangenoperation.(Sehr zu tadeln ist es, dass manche, stets Metritis fürchtende Geburtshel-fer schwache sensible Kreisende stundenlang ohne kräftige stärkende Mittel,als: guten Wein, Bouillon etc., hungern und dursten lassen, bis die höch-ste Erschöpfung eintritt; auch bei den geburtshülflichen Operationen nichtdie nothwendigen Pausen der Erholung beobachten. Most.') In 10 solchenFällen gab das Kind auch nicht ein Zeichen des Lebens von sich. Ebensowurde in 12 Fällen, wo der Tod der Hochschwangern oder Kreisendendurch Convulsionen erfolgte und man darauf den Kaiserschnitt machte,kein einziges Kind gerettet, sowie auch in 9 Fällen vom Tode der Mütterdurch Schlagfluss 8mal das Kind völlig todt angetroffen wurde. Unter10 Fällen vom Tode Hochschwangerer durch Phthisen zeigten nur in2 Fällen die Kinder einiges Leben, das aber schon nach 5 Minuten fürimmer erlosch. Hieraus ersieht man, dass die gewöhnlichsten Ursachen desTodes Hochschwangerer und Gebärender ein sehr ungünstiges Resultat fürden Kaiserschnitt liefern. 7) R. giebt die Anzeigen und Gegenanzeigendes Kaiserschnitts an Todten so an: Der Foetus muss lebensfähig (wenig-stens von 7 Monaten) sein, auch der Tod keinen Zweifel übriglassen, wes-halb die Todesart von Wichtigkeit ist. Alsdann unternehme man die Ope-ration (aber ganz so, wie bei Lebenden, nach den Regeln der Kunst) so-bald als möglich. Da man aber Beispiele hat, dass die Leibesfrucht 12,