Druckschrift 
1. Th. (1746)
Entstehung
Seite
205
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

lweyten Buchs X1.I. Tapitel.

20 5

genug, dergleichen sind Zimmec, tTtegclein,3icrn?er, Musealen, Cardamomen, RömischeSpicke, Indianischer Balsam, auserlesenelNyrrhen,0!ibZnum, Mastix, l^g^Znum, Sto-rar, lc. mit den destillirc en Veten von Roß,marinblühen, Majoran, Cbamillen, Laven-del , Zittwer, Zimmer, :c. was aber in demandern (ü. l^. die l'locliisc. von Vipern tc. nü-tzen,kan ich nickt sehen, und wann man auchdie andern Stücke nickt aus einer Recorreim Sand bey gemäßigtem Feuer destilliret,so bekommet man aus den Harzen nickrsvon (l>el, sondern der meiste Theil bleibet amBoden liegen. Scacr des^. (I.. und der 7rc>cliisc. von Vipern, tan man zuleyl dererflüchtigen Salze darzu thun.

Z. L2ls2mu8 VltX3uccinatu3.

Nim!» gelben Agtstein Hj.Thue ihn in eine gläserne Retorten, daß nur derhalbe Theil der Retorten voll werde, setze es in eineSand-Capelle, lege eine Borlage wohl verluti-ret daran, und gib fem allgemach Feuer, so gehetein wenig ?hlPM2. darnach der 8pir>iuz mit einemfiüchtigen Salze, zuletzt ein gelbes Oel: das lasse ge-hen, biß daß das Oel braun gehen will. Dann luti-re die Retorte in der Sand - Capellcn ein wenigauf, damit alles kalt werde.

Das Oel lepIlire Von dem PKIe^mate und 5pi.

lilu. und schütte es über ein frisches «lcimrtesWeinstein-Salz, nur so viel, daß das Oel einge-tranket werde, thue es in eine Retorte, lege einenRecipienten vor, und destillir es in einer Sand-Capcllen, so gehet das 82! voKiile, sobeydemOclgewesen/ vorher, und das Oel folget schön hellnach.

Diß Oel nimmmnd schütte es über schöne rotheCorallen, so grob zerflossen, daß es selbige nur bede-cken möge, thue es in eine Netorten, lind stelle es inwarmen Sand 7. oder 8. Tage zu digeriren; dochsoll ein Kecipienr an die Retorte vcriutiret seyn:denn das Salz ist ganz flüchtig, damit man esnicht verliere. In dieser Zeit färbet sich der 5p<°rituz. so übergehet, gelbe, und das Oel löset denbesten Theil der Corallen auf, und wird auchröthlicht. Dieses auf den Corallen gestandene OelLicht man ab, so sauber man kan, und was davonübergangen ist von 82!^ vol^ni, und äpmru, dasthm man dazu, so hat man eine ^cckcin, welchemit Verwunderung das ihrige lhut.

Ferner.

Nimm der schlechten Aloes

Myrrhen, ^ed. A6.

Etorar Zj.

Benzom Zl5.Diese 4. Gummi thut man in eine bequemeGlaß-Retorten, undgiessct darüber

5pilitU5 821,8 M. und leget eine Vorla-ge für, die wohl daran lutiret, darnach im Sandemit starkem Feuer den 5p>l>lum von den (3umm,.«du« abgezogen, so führet der 5pii-itu8 8ZÜ5 einOelmitsich über; darnach scheidet man das Oelvon dem 8pmtu mit einem Scheide-Glase.K«. Dieses Oels '. Theil.des vorigen corallirten Bcrnsicmvls 2. Theile.MWe es wohl. So hast du eine herrliche Me-

dian, ditzu den Beschwerden des Gehirns, derMutter, der Nieren und Blasen nicht genug zurühmen.

N. Hiebey will ich anführen, daß, so man Agt-stein pulverisirct in emen ^lembicum thut, und

darauf 5p,s.'sesbilnl,. thut, und Aloe beyfügt,man einen schonen Firniß destilliret, wornach alleSachen drauu werden; man muß aber all, mal einBlattlein geschlagen Silber unterlegen.

4. Lallcimug VitX I^c8linzii-

y^. Schlecht Oel von Wacholder

Terbenthin

Chamomillen,jed. W. züij.Destill. Oel von Agtstein zj.Gcwürz-Negelein Zli.Schwcfelblum. mit Vittiol bereitet Ziij.Orientalischen Saffran Ztt.AloesOliban

Myrrhen, jed.Zii'/.bereitete Perlen

CorallenCubeben

Cardamomen, jed. 3>s.Rhabarbern D6.Angelikenwurzel 31.Wasser von Kühkoth V6.

NN. Wenn man das 0^0 H/pericomz habenkan, kan man solches auch nach Belieben dazu neh-men.

Ingleichen, wo man einen Theil mit dem blauendestillirten Chamillcn-Ocl tingiren will, stehet esin eines jeden Belieben.

Zerstoße alles, was zu zerstossen ist, doch siebe esnicht, die kl^bglbHMl« und ^nze!ic!,m schneideklein, thue die Materie in einen bequemen ^>cm.Kicum. und geuß dieOele darüber; (das Wasseraber behalte verwahret zurücke, biß du dasGlaßeinsetzen und das Oel destilliren willt .> vermischedas alles wohl, laß es also stehen und maceriren>c>. oder «4. Tage, je langer es stehet, jekrafftigeres wird.

Diesen Balsam kan man denn auf zweyerleyArt bereiten.

1. Durch die Retorten, und kan man anstattdcsWazfers die Kl^m ommüm narum(oder einenrechten frischen Kuhfladen) dazu thun, und mitsachtem Feuer anfangen zu destilliren, und letzlichmit starkem Feuer treiben. Alsdenn dekommt manerstlich einen schönen goldgelben Balsam, densel-ben kan man zur Arznei) innerlich gebrauchen.Zum andern, wenn der gelbe Balsam herüber,und man vermerket, daß schwarze schwere Tropf-ten kommen, muß man den gelben Balsam mit derBorlage wegnehmen, und eine andere Vorlagevorlegen, so bekommt man einen schwarz-stinken-den Balsam, den!elben kan man in Wunden undbösenScyaden, als Krebs, Fisteln,:c.gebrauchen.Man bekommt aber wenig Balsam zur Arzneyinnerlich zu gebrauchen.

2. Kan man den Balsam pei> älembicum de-stilliren, und wenn der Zeug t^. Tage lang ma-ceriret, die Helfte des Balsams abgiesscn. Zu demübrigen im Glase kan man das zuletzt in dem Re-cept gesetzte Wasser in dem äicmbic.über die Ma-

Cc 3 terie