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Dispensatorium für die königlich sächsischen Lande oder Philipp Jakob Piderit's Pharmacia rationalis
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4 Vorläufige Erinnerungen.

Eben so ist es auch mit den Pressen, da verschiedne Körper,z. B. Mandelöl und andre Oele, bcym Auspressen etwasMessing auflösen und damit verunreinigt w'roen. Außerden schon üblichen steinernen Reibschaalen müssen also auchgrößere Wagen und Löffel von Eisen, kleinere von Hörnoder Elfenbein eingeführt werden. Besonders darf manbey Bereitung einer Mixtur, worunter Salze oder Gum«Nlis kommen, durchgangig nur von einer steinernen Reib«schaale, niemahls von einer messingenen Gebrauch machen,deren Schädlichkeit durch die Erwärmung noch erhöht wird*).Die Gewichte hingegen müssen der größer« Härte wegenvon Messing seyn. Ein Gleiches findet Statt in Bezug aufdas Zinn, weil dies so häufig mit Bley verfälscht ist. Fla-schen, worin man Essig lc. aufbewahrt, dürfen also nichtmit zinnernen Löffeln versehen, noch auchRobs, Ercractcic.in zinnernen Büchsen verwahrt werden. Auch von g'asir«tem Töpfergeschirr darf nur mit der größten Vorsicht undnie ohne ausdrückliches Verlangen des verordnenden ArztesGebrauch gemacht werden **). Alle kupferne Gefäße, wor«in Decocte, Ertracte und Syrupe eingedickt werden, müss ngehörig verzinnt seyn. Die Salze kocht man in eisernenTiegeln, mit Ausnahme des l^rtaruz emeiicuz, K>Ius>!ll5,t»rt2rll2tu« und der terra loliaia tartari, die in irdenen Ge«

säßen bereitet werden.

§. ?.Bey Visitation einer Apotheke hat der Arzt auf Fol«gendes Rücksicht zu nehmen.

->) Medizinische Commentarien einer Gesellschaft der Aer;te zuEdinlmrg, VII Theil, S- 46.

") Pyl's Magazin für die gerichtliche Arzneykunde und med»,linische Polizey, u Band, 3 Stück.