Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
568
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^<5z Rock - Buch.

mit den zähnen herab ziehen, bleibt der zucker als wie ein glaßlein, so soll manihn ein wenig in das kalte wasser halten, und geschwinde ms maul nehmenund zerbeissen; zerspringt es als wie ein glaß, so hat er genug, ist er aber nochetwas zäch, so last man ihn länger sieden, bißer die probe hat; Darnachmuß manihnaufeinem marmelstein, der mit ungesaltzener butter zuvorgeschmiert ist, giessen, fein weit voneinander; darben muß eingeschraubtseyn eine gute eiserne schraube, eines guten fingers dick, und einer gutenspannelang, diemuß man auch mit butter schmieren, undinderschüsselein umberthumb-mehl bey der Hand haben, darein soll man die Handtuncken, und den zucker nehmen, also an die schrauben werffen, und ge-schwind ziehen , biß er weiß wird; wmn er nun weiß genug ist, soll manihn aufein weiß Pergament, das mit umberthumb-mehl bestrauet ist, thun,und in das Pergament einwickeln, und unter die achsel nehmen, Paß erfein warm bleibt, alsdenn soll man mit der rechten Hand ein zipffel nehmenvondem zucker, da muß ein anderer mensch eme scheere haben, die mit but-ter geschmiert ist, und so lang man den zucker haben will, mit der scheer ab-schneiden ; darnach mustdu den abgeschnittenen zucker fein gleich ziehen unddrehen, und fein gerad aufden tlsch legen, also lang liegen lassen. biß erwarm zu essen ist; wenn er noch zäch ist, oder sich <t/l d/ezäii/,e legt, mußer länger liegen. Dae/mch M ,<m M m emee geMt behalten, darfnicht gar zu warm stehen. « ^

45,. AK«V^Kräuter unddVumenrverck m«zucker zuüberziehen.lWan solltragandinrosen-wasser welchen, und durch ein tüchlein zwin-^^ gen, und einen lossel voll zucker darein rühren, daß es wird wie eil, klei-nes kinder-muß, die kräuter und blumen soll man damit mit einem Pin-sel überstreichen, und darnach in klein geflossenen und gefahten zucker wohlumkehren, daß sie über und über mit zucker überzogen seyn, darnach aufein pappier legen, und in einer tortewpfanne. oder bey einem ofen kuhl ab,trucknen. Die nbes-beerlem oder weixeln kan man gleich-also überziehen;Mindieribes-beer müssen gar truckcn. und die weixeln ein wenig über-dörrt Wl, und man muß nur in dem zimmer trucknen, nicht in der tor-ten-pfanne. ^ ^ « « i.

4;6. Dasallf^eworssene zucker werckzu machen.

«Man soll schonm weissen traqant über nacht in zimmet oder rosen-^" wasser weichen, und durch ein dickes tuch drücken, daß er gar fest ist,und in einen steinernen morst! thun und wohl stossen mit dem allerftinestenund schönsten zucker. derwymal gefaßt ist, daß ein fester teig wird, vondemselbigen teig soll man heraus nehmen, nach gelegenheit des models,und gefahte starcke auf einpappm sttäuen, und ihn eines fingers dlck

aus-