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1 (1709)
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566
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56s

Rs»chVuH.

452.

45 l. Wie man frücb« in most einmacht.

imm drey theil süssen wein-most, thue ihn in emen meßingenen kesseloder Pfanne, setze sie auf kphlen: machst du aber em flammm-ftuerso schaue wohl zu, daßes nicht anbrennt, laß den most sieden, biß zweytheil einsieden, und der dritte theil wie ein syrup überbleibt, mache es, wieoben mit dem Honig gemeldt worden.

Wie man allerhand fachen candiren soll/ von gewüry, fruchten/auchblumen.

en zimmet mag man klein oder grob, wie man will, schneiden, und feintruckneu, die nägelein müssen gar trucken seyn, venedlsch > wandeln un-abgezogen, an einem tuch fein gerieben, muscaten-blüthe fein aroß gcschi u-te«; die fruchte, als citromn, lemonien, pomcrantzrn-schalau, b?rnen, nüs-se, müssen alle zuvor in zucker eingemachr seyn,und wieder wohl trucken wer-den.Krauter und blumenwerck muß man alles in einem buch fein glatt pres-sen und auftrucknen,daß sie glatt bleiben; oder durch emen gesottenen zuckerziehen, wieder trucknen. und zum candiren behalten; mau tan das gewürßalles durcheinander, oder «des besonder candiren. Was man nun candirenwill, soll man einrichten in ein kupffern oder zinnern aeschirr, das glicheweite, oder unten ein wenig eng'r ist; darnach M/Mn neßmen auf einpfundst»ecerey zwey p/ü//d schöben, w/e vora^me/öt, c/ariffeirten zucker desHartesten und besten canarien-zuckers.und ihn sieden.biß er sichzwischendemsinM evms ftnMMHs Vauz au^z<chm Väft. so soll mau den zucker kaltlassen werden, also, daß man eme suppe auf das wenigste essen könne;darnach soll man »hn über die specerey giessen, und ein dickes brettem, dasrecht darein, darauflegen, daß es sich ein wenig beschwert, doch nicht hart,nur daß es nicht über sich schwimmt, und der zucker eines messer-rückens dickdarüber gehet, alsdenn soll mans in einer warmen stube in die Höhe se-tzen, doch nicht zu nahe zum ofeu, und zwey nacht stehen lassen, darnach denkessel gemach umstürtzen, und den zucker abseyhen lassen, ungefehr zweystunden lang in emer warmen stube, darnach soll man den kessel ein wenignach der feiten über eine glut oder kohl-feuer halten, daß es heiß wird, als-denn Wmans umstürtzen, so gehet es heraus, darnach soll mans mit einemmesscr fem gemach voneinander thun auf ein pappier und ausgefüttertesfieblem,undmemer warmen stubeüber nacht stehen lassen,daluacbsoll matt,soder kessel sauberund trucken ist, die specereyen wieder darein richten, undden abgeflossenen zucker mhmen,und ein pfund clarificirtenznckerdazu, undihn sieden lassen wie zuvor. und ihn ein wenig warmer als laulicht, ftin ge-mach darüber giessen,und wieder zwey nacht wie zuvor stehen lassen,darnackwieder abgesihen.uud voneinander klauben,und wieder übel nacht stehen las-ftn,wle zum ersten,darnach wieder m den kessel einrichtenMdlauter frischen

zucker