Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
527
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

butter, den teig must du mit gutem wein und wasser anmachen,willstduabernicht wein nehmcmso nimm ein wenig brandtwein unter das wasser,du mustauch zwey eyer-klar, oder zweydotter nehmen (aber zwey gantze eyer garnicht) auch eines eyes groß butter darzu nehmen, saltzs nach beUebm, machalles untereinander ab,daß es ein guter fester teig werde, würck ihn wohl ab,hernach nimm einpfundbutter, knött und wasch sie wohl aus, daßdertcigziemlich zach werde, walge die butter zu einem hübschen blat fingerdick aus,leg ihn in ein frisches wasser, bis er wohl fest wird, nimm den obgcmeldtenteigund walge ihn auch zu einem solchen blat aus, doch daß das blat des teigsgrössrr sey, als der butter,nimm die butter aus dem wasser, truckne sie wohlab, lege sie also aufden teig, undschlag ihndrey oder vierfach um, und walgeihn aus zu einem langen blat, wie man ihn einmahl überschlagt, so muß manihn da:- andermahl auch überschlagen.also muß man ihn so offt übe, schlaaen.bis daß die butter in dem teig ist, im sommer viermahl.im winter fünssmahl,du must geschwind eilen, daß er nicht andem tisch oder walger klebe,must ibnauch nicht viel meyMgen, sonst gehet er nicht auf, mach ihn an einem kühlmvrt (zu mercken, die butter must du zuvor recht machen, ehe du drn ttlg an-machen willst) walge den teig aus, mache tortcn oder Pasteten daraus, dochmust du den teig emes gross«, smgers dlcklegeu, schneide ihn mit heissen mes-ser,bestreich ihn über sich mit eyer-klar, und zier lhn,wiedu wW,backe ihnin einer guten hitz, so ist er fertig.

; I o. Schüssel i torten - teiF.

Nmm ein pfund frisch schmaltz, rührs eine gantze stunde auf einer feiten,darnach rühr einen sckövMiM vvUvmndarein,und 2 gantze eyer,undnoch 2 dotter auch einenlvsiüvvU MenmUch-rahm, manmuß 2 stundenrühren, hernach rühr erst das mehl darein so dick, daß er stch wa/gen W,mach daraus schüssel-torten, und backs schön rößlicht.

z l l. Tot«« teig von slWr milch.

Mimm aufeine grosse schüssel oder blat ein halbes pfund butter, schneide"^ ste in schbneb meh!,nlwm em wenig saltz. und mache sie mit einer süssenmilch ab. b,ß das mehl naf wird,het«ach nimm den walger, (dann du darssstehe nicht würcken lege lhn wie einen butter-teig, b«s das mehl mit der butteruntereinander ist, wenn der walger gleich teigig so kan man ihn schon abscha-ben, mehlbige den walger wiederum, walg ihn dünner aus als einen butter-teig, leg 'hn ltt die schüssel, füü datein, wac du willst, mack ein blalllinodersatter darüber, besti tlchs Mit eyer-klar. backs bey einer Viertels unde, vondiesem teig kan mal. Wandel oder übergeschlagene rastettein machen. ^

>' z»l. Sp<l/

z