Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
420
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

42Q Artzney'Buch.

weniger un^aentnm unter das salblein, daß auf die letzt schier nichts als dassalblein ist, und wenn der schaden gantz rein ist, daß nichts mehr stinckt, sobrauchtman das pulver, wie oben gemeldt, und müssen dergleichen perso«nen alle acht tage aufs wenigste purgiren, so heilt es desto lieber: Mit die-sem mittet hab ich selbst ein mensch geheilet,die einen fuß gehabt,dadie völligewade ist gefault gewesen, und aufzwey krücken gangen, so ist sie GOtt lob'völliggeheilet worden, und gerade nachbaust gangen.

n. 6 Ein anders.

Wan nehme auster-schalen, brenne selbe im feuer/ stoß sie denn zu pulver,

"^ streuedasselbige in die offene schaden, es heilet und trucknet wohl.

n. 7 Schwartz Wasser.

Erstlich nimm weiß kupffer-wasser zwey loth, s«llz «moninci ein loth,^^ grünspan zwey loth, mercurmm suki.mgcu.« zwey loth. campherdreyloth.gall-äpffel ein loth,erlen-holtz eine Hand vollMtz zwey Hände voll.schteß-pulver eine Hand voll, Honig ein seidel, diese stücke müssen alle zu pulver ge-ftossen werden, thue es in einen starcken glasirten erdenen trug, gieß dareinein maas wem, brattdiwem und eKg, nnd /a^ft/n gemach ans einem koßl-ftuer sieden, daß es nicht übergeht, derkrugmuß bis auf dreyfinger ange-füllt werden, und wenns einsieden wolt, so tan mannn wenig nachgiessen,und muß im sieden woMerichnt werden, und so es genug gesotten, und wohlsthwartz lst, so thue es vom feuer, und decks zu, daß der dampff nicht davonkommt, und laß also kalt werden, so ist es fertig, dieses wasser heilet alleoffene schaden, und lastkein wildes fleisch wachsen, den schaden des tags nurosst genetzt, und anders nicht ausgewaschen.

n. 3 Wie man die göldene milch macht zu allen entzündungen

und hitzigen schaden,lmm eine« neuen Hafen oder topffsamt der stürtze, darein drey halbemacH tzchen, legs in frisch wasser, laß eine weile liegen, darnach nimmes heraus,legem viertel-pfund gestosseuc allaun darein, gieß ein maas frischbrunnen<wasser.darauf, und decke den topsszu, laß ein fing« breit einsie-den, nimm hernach «umändern Hafen, samt dem decket, thue darein ei«Pfund geflossenes silber-Mt, gieß em maas guten scharffen wein-eßig dar-an, den laß wohl sieden, richrs gar wohl, und laß kalt werden, darnach gießes alles in das allauil-wasscr.uno rührs wohl untereinander, und beHalts intin saubern starcken glaZ, so ist die goldene milch gerecht und gut, so offt

man