Artzney-Vuch.
42!
man darvon braucht, soll mans allezeit vorhero auftühren, bis es wohl weißwird, doch das glaß zuvor aufmachen, sonsten zerspringt das glaß, wennman darvon braucht. daß es weniger wird, und vieles dlcke auf dem bodenbleibt, kan man vom kalck eine lauge machen, undnachgte<stn,soistdiemilchgerecht, es ist für alle rothe und hitzige geschwulsten, schaden, vor alle roth-lauff, geschwollene brüst, auch vor alle schwartze blasen, htßige wunden, da-mit gewaschen, vor alle gefröhr, auch fiüsse und alle schaden derschenckel,wenn mans brauchen will, muß mans ein wenig laulicht lassen werden, eintüchlein emgetunckt, und über den schaden gelegt.
n. 9 Ein guter Umschlag für alle offene schaden, wo grosse schwere
tzcnundgcschwulstenseynd, wenn ein schaden sich zur Heilung nicht
bequemen will, soll dieser Umschlag gebraucht werden, er stiüct die
schmertzen, samt andern bösen zufäUen, unddisponirt
zur Heilung,^immsilberglett, lioiiai-m^.zwey loth, eerr.-, ^e>!i«X anderthalb loth,weyhrauch,teussels-dreck/> Myrrhen, iedes ein loth, mastix ein halbloH, canipher auch so viel, diß alles zerstossen,und zusammen verm,scht,dar-von nimmt man auf ein halb maas wein zwey lössel voll, siede so lange mit-einander, als man ein hart lysiedet/ in diesem wein netzt man ein doppelttuch, so groß, daß esden gantzeu schaden bedeckt, legt es also warm,als manSerleide« kan, 5es tags zweymahl auf, man muß auch den sich von unten aufgebunden haben, so festes seyn tan.
I^. 1O Unzuentum XApnacum zumachen.
Erstlich nimm Honig ein Pfund, guten eßlg ein halb Pfund, alünft'an ge-' pulvert zwey loth, gebrennten allaun ein loth, dieses alles in em bcckengethan, und gesotten, als wie em homgdick, oderwie ein Meinest gut fürdie wunden, wo vtcl faules fielsch ist, undderbrand dabey,l^. ii Bas goldene tüchlem, darmit das wilde fleisch
zu vertreiben.Z^imm allaun, wie eine grosieHaselnuß, so bielgrün Vitriol, und einen gu-ten sassran, thue es in ein halb seldel-töpfigen, gieß halb wein Mld halbeßig daran, laß ziemlich eiusleden, netz elnsaubers tüchlein darein, laßtru-cken werden, das thue etliche mahl, und bchalts; Wenn cm wüdes fielschwolte wachsen, so schneide von dem tüchlein, sogroßdersckadenist, und legsdarauf, aber das pfiaster brauch so lang, bis das wilde fielsch wegist, Vergehetohne schnmtzen, das tüchlein bleibt lang in seinen krafften.
Ggg 3 «. i»
/