Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
237
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Artzney-Buch.

237

tag nimmt man die schild-kröte aus den topss heraus, und druckt die falbedurch ein tuch aus, nut dieser salbe muß man das creutz - bein mit warmerHand bey einen ofen oder kohlfeuer schmieren, aber dieses nur 2 mahl in derwoche,össter nicht»

n. IOO Ein anders darvor.

Man soll osst mit muscatennuß und gall-äpssel in die mutter räuchern,*"^ auchdascreutzmitbärenschmaltzsalben,hintenaufdas creutz undNabel ein bruch-pflaster legen, oder ein Pflaster von gips und eyerklar, alle!tageverneuern, zuvor sollaber eme heb>amediemutter hinein schieben miteinem warmen öl, so darzu tauglich, nachdem soll man nehmen schwartz-wurtzel, zu pulver machen, und l lotheyer-öl, 2oder z loth baum-öl,untereinander vermengt,wie einen zapsienmachen,warm in das öl tuncken,ihr in leib schieben, darnach soll sie 14 tage liegen, mit dem fordern leib hoch,und dem obern niedrig, daß nichts heraus tan smcken, und es verheilen kan.n. loi Ein gutes Mittel vor den fürfall, vor odcr nach der ge,

durch zu gebrauchen.^0 eine ftauniedeekonunen will, und sich solcher zustand zeigt, nimm ei«^^ einen topss giesi

den halben theil wasser und halben theil wem darauf, laß ein wenig einsie-den, Mtts in ein schaffet oder gelte, laß den dunst der stauen anden leibgehen, alsdannmmm himmelbrand-oder königkertzen-öl, nur laulicht ge-macht, tunck ein dopyeUes tüchlein darein, legs aufben ort, und drucks wie-der mit dem tüchlemm wb, und behalt das tüchlein dar auf, so es trockenworden, wieder emgttunckt,und solches etlichemM gebraucht, man mußsich etliche tage stille halten im bett; so das we»b aber aufstehen muß, kan siedas eingetunckte tüchlein aufden leib binden, daß es bleibt; Das Mchen-unschlit ist auch gut, wann mans zergehen last und den zustand einschmiert,und wohl wi eder in den leib gedruckt; man legt auch das gesottene kraut ausden leib zwischen zwey tüchlein,so warm mans /«den kan,es ist gar bewahrt,und an etlichen persnenprobirt worden.

Man braucht auch von einer barin das schmaltz, und schmiert auchdas creutz warm damit; wann die salbe gebraucht wird, muß man ruhedarbey haben, und wenigst in oder 14 tage darbey liegen bleiben. Was zudiesem zustand zu gebrauchen:

Erstlich wollenkraut, eichenes laub. kaßpappeln, eisenkraut, spitzigenwegrich, l'edes ? oder z Hände vcll, dürr oder grün m einen Hafen oder topssgethan, und wasser daraufgegosscn. wohl sieden lassen, mit diesen soll sichdaßweib. so warm sie es e leiden kan, dünsten oder bähen, auchspitzigenwegrich allein m wasser sieden, und den schaden damit waschen, hernach

Gg 3 em