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1 (1709)
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236
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Artzney-Buch.

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97 Wann einer frau die mutter vortritt.

ann ein weib den schaden in ihr befindet, daß sie einen bruch der mut-ter an ihr hat, die nehme 2 strähn rohes gärn, und laß das einäschern,und einsieden,btß daß zeit ist auszuwaschen, schütte das gesottene gärn in ei-nen Hafen oder topff, laß das w.'ib darüber sitzen, daß der dampff wohl aufden schaden gchet, und wohl sanfft erwärme, dißthue abends, und mor-gens, biß du empfindest, daß der schaden weich wird, daß mans wieder anseinen ort bringen kan. Das gärn tan man allzeit wärmen, wann mansbrauchen will, das weib soll ihr schonen, daß sie nicht laufft, steigt, springt,auch soll sie achtung geben, daß sie nicht harten stuhl-gang hat, oder nicht he-ben darff. dann diese dinge verursachen den schaden; weiter thue wie folgt:Nimm ganse-schmaltz, das in kem wasser kommen, dann könig-körner undblumen, stoß sie klein, laß es in den fett wohl sieden, und dle blumen gantzweich werden, thue das in ein weites kleines sacklein, legs in die schooß, daßes den schaden hinein drückt, laß stets liegen, wanns erkaltet, so leg ein an-ders hin, wilst du sitzen, setze dich darnieder, daß sich das säcklein wohl hin-ein begebe, wann du das sacklein applicirt hast, so bind ein lothgelben agt-stein über den nabel, laß ihn 3 tage und nacht liegen, und wann der agtsteinvom leib ist kommen, so nimm schmaZ/M/lemee/mn/,, eMerMselnuß groß,

ihr über die schooß untenanräuchern, wohl schmieren, wohl elnreiben, und mcht weiter umgreissen,als eines groschenbreit.undnimmmchtmchrals einer Haselnuß großbarn-schmaltz, das thue 7 abend nach einander. Sie lege sich alsobald aufden rü-cken nieder; wann man das weib schmiert, soll sie das säcklein und agtsteinnicht brauchen, und mit fieiß acht haben, damit der bruch im leib sey.

n. 98 Wann die unrechtegeburth ausgehet.

iMimmkümmelstrohundmoltenkraüt,darvon manbesem macht, rothe^^ balsen,in rotheit wem gesotten, in ein sacklein gethan, und fürden for-dern leib gehalten.

n. 99 Eine salbe, wann aus dem fordern leib was heraus

gehet.HUimm eine ledige schild-kröte, hacke den kopss ab, thue solche m ei-"^ nen neuen schwachen topff, und nimm gar ein altes schmecr, so dielals einer grossen Hand, thue es zu der schild-kröte, dccks zu, vermachsmit ei-nem leim, oder groben teig. daß keine dunst heraus kan, ftße es in einembackofen, wann man das grobe brod einschiest. laß eine aanye nacht im 0-fm stehen, der oftn muß vermacht seyn, damit es warmMöe, den andern

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