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1 (1709)
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Artzney-Buch.

n. 29 Wann das kind nicht fortgehen wiU.

^ach ein Pflaster von weihen kleyen, oder rocken, auf ein tuch gestrichen,' und warm auf den bauch gelegt, so machts den fortgang, und stärckt

das kiud.

^. 32 Wann eine frau in kindes-nöthcn ist, und nichtcMh-

renkan.

Wimm einen haasen-balg mit haut und haar, siede denselben in milch,und

^ legs dem weib vor den ort der gebmth.

1^. zi Ein anders.

Mege ihr in einer Nußschalen haasen-schmaltz über den nabel, das thue nur

"^ in der höchsten noth, und alsobald wann es von ihr ist, muß man das

schmaltz sauber wegwischen, daß nichts am nabel bleibt.

n. 32 Ein ander gewisses mittet darvor.

ZM imm das fett von einem mertzniHaasen, so eine frau nicht niederkom-

"" menkan so streichsauf ein Hand-breites tüchlein, legs der stau auf

die leuden wohl hinab/ wanns kind angewachsen ist, so lediget es ab.

I>rol 3ium.

^. zz Ein träncklein, so bald einem weide webe wird.

Wnd so es rechte wehen, so halten sie a/^/id föröem zur Feöurth; seynd

^^ es aber wilde wehen, so vergehen sie; nimm feld-tummel. eysenkraut,

ftnchettraut, eines so viel als des andern kochs in wein und halb wasser, feig

es wohl ab, machs mit jungftau Honig wohlM, undgibs etlichemalwarm

zutrincken.

n. Z4 Ein anders

«Man soll ihr einen guten trunck frauen-gespün oder milch geben. ?wb«.

^l. 35 Wann eine frau nicht kan niederkommen/ und es doch

zeit ist.Wrstlich nimmborax, wie ihn die goldschmiede brauchen, eines gold-du-^^ caten schwer, und sieben saffran-blümlein, so das kind in dergeburth ist,und nicht fort tan, gibs der stau in wein, oder was sonsten ist, ein.n. 36 Wann eine frau in der geburth des ki ndcs nicht kan ledig

werden.5an nimmt die blüthe von körn, und wann eine frau nicht nieder kan' kommen, so gib ihr so viel der blüth, als man zwischen zwey fingernfassen kan, in weissen lilim-wasser ein, so geneset sie, weitzen-Mße ist nochbesser.

n. 3?